HN-Aktion zugunsten des Kinderschutzzentrums : Ein Wahrzeichen für den guten Zweck

Künstler im Atelier: Erhard Schiel arbeitet derzeit an einer Auftragsarbeit zum Thema „Nibelungen“.
Künstler im Atelier: Erhard Schiel arbeitet derzeit an einer Auftragsarbeit zum Thema „Nibelungen“.

Der bekannte Künstler Erhard Schiel beteiligt sich an einer Weihnachtsaktion der Husumer Nachrichten: Der St. Peteraner stellt seine beliebteste Grafik mit dem Motiv des Leuchtturms Westerhever für einen Kunstdruck zur Verfügung. Der Verkaufserlös ist für das Kinderschutzzentrum Westküste bestimmt.

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20. November 2013, 12:00 Uhr

Der Leuchtturm von Westerhever. Das berühmte Bauwerk auf der Halbinsel Eiderstedt ist das Wahrzeichen einer ganzen Region. Millionenfach fotografiert, tausendfach künstlerisch in Szene gesetzt. Auch Erhard Schiel (70) hat sich mit dem rotweißen Lichtzeichen beschäftigt – und ihm in zahlreichen Grafiken ein Denkmal gesetzt. Seine erfolgreichste Druckgrafik mit diesem Motiv hat der St. Peteraner nun aus seinem Archiv geholt und in Zusammenarbeit mit den Husumer Nachrichten eine Sonderauflage davon drucken lassen. Diese werden – rechtzeitig vor Weihnachten – für einen guten Zweck verkauft.

Als Erhard Schiel vor 30 Jahren seinen Lebensmittelpunkt von Neumünster nach St. Peter-Ording verlegte, hatte es ihm das Bauwerk in Westerheversand auf Anhieb angetan. Der Leuchtturm war es auch, der ihm den Weg zu seinen erfolgreichsten Themen ebnete: die Darstellung von Natur und Technik in einem Bild. Für Schiel spiegelt der Eiderstedter Turm zugleich seinen Anspruch wider, dass Natur und Technik miteinander harmonieren müssen – in Westerhever sei genau dies der Fall, sagt der Künstler.

„Wenn der Mensch erkannt hat, dass er seine Technik gefühlvoll, rücksichtsvoll und anpassend in die Natur einführt, ist ein dauerhaftes weitsichtiges Zusammenleben beider Komponenten möglich“, sagt denn auch Schiels Lehrmeister Norbert Weber. Der Dozent an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule schwärmt vom Können seines Schülers: „Seine Meisterschaft beruht auf dem Verständnis, dass die Radierplatte eine Landschaft mit eigenen Naturgesetzen ist, in der nur derjenige zu Hause sein kann, der sich sensibel auf sie einlässt.“

In der Landschaftsradierung mit dem Titel „Westerhever Leuchtturm“ hat Schiel zum ersten Mal das berühmte Seezeichen künstlerisch umgesetzt: Die Weite der Landschaft, der Turm und die technischen Details finden sich in der Farbradierung wieder. In einer Auflage von 100 Exemplaren ist das Blatt damals erschienen. „Ein Volltreffer“, sagt Ingrid Schiel. Die Ehefrau des Künstlers gab zu jener Zeit ihren Job als Standesbeamtin auf, um ihren Mann zu unterstützen und sich um die Vermarktung seiner Kunstwerke zu kümmern. „Wir hätten 1000 Blätter verkaufen können“, sagt Erhard Schiel, der jedoch immer nur geringe Auflagen seiner Grafiken druckt und die Kupferplatten dann anschließend zerstört. Lediglich ein Blatt dieser beliebten Radierung befindet sich noch in seinem Besitz. Dieses hat er den Husumer Nachrichten zur Verfügung gestellt. Im Rahmen einer Weihnachtsaktion wird der „Westerhever Leuchtturm“ in einer begrenzten Auflage von 199 Exemplaren jetzt als Kunstdruck neu aufgelegt. Jedes Exemplar wird von Schiel feinsäuberlich nummeriert und Blatt für Blatt signiert. Zu einem Vorzugspreis von 39,90 Euro ist es im HN-Service-Center, Am Markt 23, ab Sonnabend, 30. November, erhältlich. An diesem Tag findet von 11.30 bis 16 Uhr eine Signierstunde mit dem Künstler statt. Unter allen Käufern wird zudem eine Original-Farbradierung im Wert von 500 Euro verlost. Der Erlös aus der HN-Weihnachtsaktion kommt dem Kinderschutzzentrum Westküste zugute.

Mit dem Westerhever Leuchtturm als Motiv hat Schiel vor einem Jahr abgeschlossen. Symbolisch dafür ist die Darstellung einer verknoteten Version des Wahrzeichens. Das Motiv ziert das Etikett einer Eiderstedter Spirituose. „Eigentlich wollte ich gar nichts mehr mit dem Turm zu tun haben. Diese Ausnahme mache ich nur, weil es für einen guten Zweck ist – Kinder sind unsere Zukunft“, sagt der 70-Jährige, der sich zum ersten Mal in Nordfriesland an einer solchen Aktion beteiligt.

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