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Baubeginn im Frühjahr : Ein Torbogen nach altem Vorbild

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der friesische Verein und die Kirchengemeinde hatten nicht locker gelassen: Nach drei Jahren Vorarbeit ist nun der Neubau des Westerstegels an der St.-Laurentius-Kirche in Langenhorn gesichert. Die Aktiv-Region unterstützt das Vorhaben finanziell.

Was lange währt, wird bekanntlich gut. So nun auch das Gemeinschaftsprojekt des Friesischen Vereins Langenhorn „Fraische Feriin fun’e Horne“, des Gewerbevereins und der Kirchengemeinde. Es geht um den Wiederaufbau des früheren Westerstegels an der St.-Laurentius-Kirche.

Der gemauerte Torbogen mit drei Durchgängen war 1960 abgerissen worden, weil er baufällig war. Das 2009/10 angestoßene Neubauvorhaben geriet zunächst ins Stocken, weil frühere Bauanträge und Unterlagen fehlten. Nun konnte Vorsitzender Hellmut Lorenzen in der Jahresversammlung des friesischen Vereins verkünden: „Das Ende einer Odyssee, die uns viel Kraft und Nerven gekostet hat, ist abzusehen.“ Die Ausschreibung könne in Kürze erfolgen. Spätestens im Frühjahr 2014 sei Baubeginn. „Bis Ende Juni muss alles abgerechnet sein“, betonte Lorenzen, denn bis dahin habe die Aktiv-Region die Frist verlängert. Sonst würden die Fördermittel verfallen.

Die Aktiv-Region beteiligt sich mit 55 Prozent an den Netto-Kosten. Der Rest wird aus Spendengeldern abgedeckt. „Alle Sponsoren werden verewigt, damit spätere Generationen sehen können, was wir gemeinsam geschafft haben“, so Lorenzen. Froh sei er, dass Andreas Nissen aus Ockholm den Bau als Fachmann begleiten und Nis Richard Richardsen die Projektleitung übernehmen wird. Unterstützt wird er von Johann Rücker vom Gewerbeverein. Pieter Martijn Dübbeldam, Architekt beim Kirchenkreisamt, hatte die Zeichnung nach dem Muster des Norderstegels erarbeitet. Bei der Gründung sollen alte Grundmauer-Steine verwendet werden, ansonsten wegen des einheitlichen Bildes Steine wie beim Friedrich-Paulsen-Denkmal, das gegenüber steht.

Bürgermeister Horst Petersen bedankte sich bei allen beteiligten Freiwilligen. Seine gute Nachricht: „Der Windpark wird eine größere Spende locker machen.“ Hochachtung gebühre auch den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Friedrich-Paulsen-Freunde“ im Friesenverein. Unter Leitung von Karl Ingwer Malcha hatten sie das Projekt Denkmal und Info-Buch erfolgreich mit Sponsorengeldern umgesetzt. Pastor Guido Jäckel: „Was da auf die Beine gestellt worden ist und wird, ist für die Kirchengemeinde und das ganze Dorf ein Geschenk.“

In seinem Jahresbericht machte der Vorsitzende deutlich, dass es lebendig zugehe im Verein. Die Angebote könnten sich sehen lassen. Jeder habe die Möglichkeit, sich bei der Pflege der friesischen Kultur einzubringen. Zur Trachtentanzgruppe „Hoorninger Doonsere“ gehören derzeit 20 Akteure. Bei den Kindern machen 17 Mädchen und zwei Jungen mit. Friesisch gelesen und gesungen werde an jedem ersten Montag im Monat beim Treffen der „Schnackgruppe“ („Snaakfloge“). Die Mitglieder AG Dorfarchiv würden sich noch über helfende Hände freuen. Sie beschäftigen sich vorwiegend mit der Bestimmung und Digitalisierung von Fotos und Dokumenten, empfangen Besuchergruppen und geben Historikern und Hobby-Forschern Auskünfte. Ein besonderer Dank gelte Schulleiter a.D. Uwe Carstens. Er habe neue Chronik-Blätter herausgegeben, die sich mit der letzten Hinrichtung im Amt Bredstedt im Jahre 1931 befassen.

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