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Nordfriesisches Pilotprojekt in LAdelund : Ein Stück Lebensqualität auf Rädern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Bürgerbus wird den etatmäßigen Linienverkehr in und um Ladelund ergänzen. Am Lenkrad sollen ehrenamtliche Busfahrer sitzen. Start ist im Sommer 2014.

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erstellt am 17.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Das Leben in den Dörfern halten und die Dörfer selbst am Leben erhalten. Das hat sich Heike Prechel vorgenommen. Sie ist nicht nur Lehrerin und Gemeindevertreterin in Ladelund, sondern auch „Motor“ des Bürgerbusses, der den Linienverkehr in Südtondern ergänzen soll. Die Vorsitzende des Vereins Bürgerbus und Michael Kiereck vom Unternehmen Autokraft unterschrieben gestern im Beisein von Landrat Dieter Harrsen einen entsprechenden Vertrag.

Für Heike Prechel ist es der „Traumbus“, für Landrat Harrsen ein „Musterbeispiel“, wie es Gemeinden schaffen können, als Wohnstandort attraktiv zu bleiben. Deshalb wurde im Januar ein Verein gegründet, der das Vorhaben auf den Weg brachte. Die Vorsitzende hatte von ähnlichen Projekten in der Nähe von Segeberg und auf Fehmarn gehört und wollte versuchen, dies auch für Ladelund umzusetzen.

Im Sommer soll es nun soweit sein: Der Bürgerbus wird die Nachbarorte Bramstedtlund, Karlum und Westre an Ladelund anschließen. Montags bis freitags führt die Route von Ladelund aus sechsmal täglich über Achtrup bis nach Leck. Von dort sind die Schellbusse nach Flensburg und Niebüll erreichbar.

„Wir sind gespannt wie das Angebot ankommt“, sagt Michael Kierek. Für den stellvertretenden Niederlassungsleiter der Autokraft Flensburg stellt der Bürgerbus nicht nur eine gute Ergänzung des Linienverkehrs dar, sondern birgt zudem eine große Chance, die Attraktivität der Schnellbusse zu erhöhen.

Rund 120 000 Euro werden in das Projekt investiert, davon übernimmt die Gemeinde Ladelund rund 90 000 Euro für den Bus. Den Rest tragen die Aktiv-Region Nord, das Land Schleswig-Holstein und der Kreis Nordfriesland. Gefahren wird der Bus ehrenamtlich von Mitbürgern. Bislang haben sich dafür 17 Einwohner gefunden.

Das Einzugsgebiet der kleinen Gemeinden umfasst rund 3000 Bürger. Hinzu kommen die Niebüller und Lecker, die das Angebot ebenso nutzen können. „Aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels wird es wichtiger, im ländlichen Raum Verkehrsverbindungen zu schaffen“, betont denn auch Landrat Harrsen, der davon überzeugt ist, dass auch andere Gemeinden in Nordfriesland das Ladelunder Projekt mit größtem Interesse verfolgen werden.

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