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Schifffahrtsmuseum Nordfriesland : Ein starker Förderkreis

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Blick auf die neue Schau des Schifffahrtsmuseums und auf die aktuelle Situation im Hafen.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 08:10 Uhr

Husum | "Willkommen an Bord" hieß es zur Begrüßung der rund 90 Anwesenden des Förderkreises des Schifffahrtsmuseums Nordfriesland bei der jährlichen Mitgliederversammlung im Thomas-Hotel. "An Bord deswegen, weil alle Mitglieder in großzügiger, treuer und teils ehrenamtlich tätiger Weise das Museum unterstützen und in Fahrt bringen - und so ein starker Förderkreis ist nicht selbstverständlich", unterstrich die Vorsitzende Astrid Cohrs-Dreessen. Hier werde aber das klare Interesse deutlich, den maritimen Gedanken und das Museum zu unterstützen. Ihr Jahresbericht über die Aktivitäten des Museums und den Förderkreisausflug nach Sylt mit Rückfahrt durch die Halligwelt mündete in die Vorstellung der neuen, gerade von Museumsleiterin Karin Cohrs eröffneten Ausstellung "Der Husumer Hafen und seine Schiffe von der Entstehung bis heute". Seit der großen Sturmflut von 1362 hat sich der Hafen ständig entwickelt, und der Gastvortrag über die heutige Situation aus Sicht der Husumer Hafenwirtschaft stieß bei den Mitgliedern auf großes Interesse.

Mit zahlreichen Informationen über die Aktivitäten auf der Seite Rödemishallig des Hafens stellte Kapitän Michael Hinz von der Firma ATR die aktuelle Situation des maritimen Wirtschaftslebens der Storm-Stadt dar. Die "Rote Flotte" der ATR, die früher nur auf den Landhandel mit Getreide und Futtermitteln konzentriert war, habe sich zu einem schlagkräftigen Reedereigeschäft entwickelt. In Zeiten, wo andere Reedereien vor dem finanziellen Aus stehen, erlebe ATR einen Aufstieg. "Mit den umgebauten Schiffen MS ,Maike und MS ,Ilka können neben den Schüttguttransporten für den Getreidehandel auch Windanlagen der benachbarten Firma Repower nach Brake an der Weser zur Firma J. Müller oder zu anderen nordeuropäischen Häfen verschifft werden", erläuterte Hinz. "Das Ausnutzen jedes möglichen Transportweges ist das Geheimnis von Ökologie und Ökonomie - hier wird es umgesetzt!" Der Transport von Turbinen und Containern an Bord der Schiffe koste häufig nur einen Bruchteil des Landweg-Transportes. Durch die Firma Repower sei die Auslastung der ATR-Flotte so groß, dass die Firma Schiffsmakler Wilhelm Schmid einen beachtlichen Teil der ATR- Bulkladungen übernommen habe. Diese Synergieeffekte würden die Bedeutung und Chancen des Husumer Hafens zeigen, der jedoch nur mit entsprechender Tiefe weiter wachsen könne - 50 Zentimeter mehr würden hier benötigt, so Hinz. Die abschließende Diskussion über das Spannungsfeld Hafen zwischen gestern und heute beendete den Abend.

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