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Verkehr in Tönning : Ein Spiegel für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tönninger Ausschuss für Verkehr und Wirtschaft empfiehlt, den Gefahrenpunkt an der Deichgrafenstraße durch einen Spiegel zu entschärfen. Reisebusse sollen zudem künftig gegenüber vom Rathaus halten dürfen.

Nach mehreren Anläufen in der Vergangenheit ist nun ein passender Standort für die Einrichtung einer Haltestelle für Reisebusse in Tönning gefunden worden. Die Mitglieder des Verkehrs- und Wirtschaftsausschusses Tönning empfahlen der Stadtvertretung einstimmig, die derzeit mit Halteverbot belegten Bereiche vor den Restaurantbetrieben sowie dem Bürogebäude gegenüber dem Rathaus entsprechend auszuweisen. „Das ist aus meiner Sicht der beste Platz. Das hat auch die Verkehrsschau ergeben“, bekräftigte der Vorsitzende, Hans-Joachim Teegen. Die Fahrer der Busse dürfen dort aber nur höchstens 30 Minuten halten, um ihren Gästen das stressfreie Aus- beziehungsweise Einsteigen oder Ent- und Beladen zu ermöglichen. Anschließend müssten die Gefährte auf dem Busparkplatz am Bahnhof oder auf dem ehemaligen Gelände des Anlagenbau-Unternehmers Sihi abgestellt werden, bevor sie die Fahrgäste am Marktplatz wieder einsammeln.

Der Büroleiter, Matthias Hasse, berichtete über die weiteren Ergebnisse der Verkehrsschau. So musste der Antrag von Anwohnern der Deichstraße abgelehnt werden, die eine Erweiterung der Parkflächen vor ihren Häusern wünschten. „Die gesperrten Flächen werden bei Einsätzen für Rettungsfahrzeuge gebraucht“, so Hasse. Im Bereich der abknickenden Vorfahrtsstraße Ecke Festungsstraße und Yurian-Ovens-Straße sollen Markierungen angebracht werden. Damit soll verhindert werden, dass in Zukunft die Fahrzeuge bis kurz vor besagter Stelle abgestellt werden. Immer häufiger würde dadurch das reibungslose Abbiegen erschwert.

Einen Gefahrenpunkt sah der Vorsitzende im Bereich der Einfahrt in die Deichgrafenstraße. Sie sei, so Teegen, grundsätzlich schmal und zur Einbahnstraße in Richtung Westen deklariert. Zugleich handelt es sich um eine Fahrradstraße. Motorradfahrer dürfen sie daher in beide Richtungen befahren. „Die Anbringung eines Spiegels könnte mehr Sicherheit bringen“, so nicht nur seine Meinung. Von Kreisseite her sei der Antrag aber mangels Handlungsbedarf abgelehnt worden. „Ich kann nur alle Verkehrsteilnehmer um gegenseitige Rücksichtnahme bitten“, bekräftigte der Vorsitzende.

Auch eine Tempobegrenzung auf 70 Stundenkilometer an der Einmündung von der B 202 auf die Gardinger Chaussee habe der Kreis abgelehnt, weil kein Unfallschwerpunkt gesehen wird. Allerdings wisse Teegen, dass es dort öfter kracht. Glücklicherweise sei es bislang vorwiegend bei Sachschäden geblieben. Überall entlang der B 5 und 202 sei in Einmündungsbereichen die Geschwindigkeit reduziert worden – nur, so monierte der Vorsitzende, an dem Punkt nicht. In der Ellersiedlung im Ortsteil Kating soll nicht wieder, wie früher, eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet werden. Die Straße sei breit genug, dass Autos im Begegnungsverkehr kurzfristig auf den öffentlichen Grünstreifen ausweichen können. Mitglied Mery Ebsen berichtete, dass Anwohner sie informiert hätten, privaten Auffahrten, bedingt durch das Ausweichen von Verkehrsteilnehmern, würden kaputtgefahren werden. Viele wünschten sich deshalb die Einbahnstraße zurück.

Das Halteverbot im Bereich der Krankenhauszufahrt in der Selckstraße bleibt laut Anordnung des Kreises aufrechterhalten, weil die Einsatzfahrzeuge bei der Einfahrt oder beim Rangieren mehr Freiraum bräuchten. Schließlich werden Gespräche mit den Verantwortlichen des Busunternehmens wegen Verlegung von Haltestellen aufgenommen. Um den Verkehrsfluss zu entschleunigen, soll insbesondere die Haltestelle in der Selckstraße um wenige Meter in Richtung Norden, also dem Krankenhaus, versetzt werden. Ähnliches gilt für die Haltestellen Friedrichstädter Chaussee, Ecke Yurian-Ovens-Straße, Herzog-Philipp-Allee (in Höhe kurz nach dem Verbrauchermarkt) in Richtung Osten oder im Bereich Dithmarscher Straße.

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