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Husumer Nachrichten

19. Oktober 2017 | 11:49 Uhr

Nordstrand : Ein Segen für Mensch und Tier

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einheimische und Urlauber nehmen ihre Hunde und Pferde zum Gottesdienst mit.

Was für uns Menschen gut ist, das kann auch den Tieren nicht schaden. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lud Pfarrer Jens Schmidt von der Alt-Katholischen Kirchengemeinde Nordstrand zu einem – zumindest hier im Norden – nicht alltäglichen Ereignis, zum zweiten Tiersegnungsgottesdienst, ein. Swenja und Jörg Meyer hatten dafür ihre Scheune auf ihrem Hof in der Osterkoogstraße zur Verfügung gestellt.

16 Erwachsene aller Altersgruppen, Urlaubsgäste und Einheimische, kamen mit ihren Hunden, Ponys oder Pferden, um sie, aber auch sich selbst, segnen zu lassen. „Seit zehn Jahren ist Pelle unsere treue Begleiterin“, erzählt Johanna Magnussen aus der Nähe von Hamburg. „Wir haben viel Spaß mit unserer Berner Sennen-Hündin.“ Das Angebot der Kirche begrüßt sie, denn für Tiere sei das selten. „Ich verbinde als gläubige Christin mit der Handlung den Wunsch, dass sie noch lange fröhlich mit uns zusammenleben möge.“ Sie macht mit ihrer dreiköpfigen Familie und Hund auf dem Eiland zwei Wochen Urlaub. Die Region empfindet sie als sehr hundefreundlich.

Still – nur unterbrochen durch manches Bellen – lauschen die Besucher der Predigt des Seelsorgers. „Schaut in die Augen Eurer Tiere, dann seht Ihr die unsichtbare Macht des Schöpfers, denn er hat sie geschaffen, und er segnete sie, als er sie geschaffen hatte“, so Schmidt. Wie der Heilige Franz von Assisi einst lehrte, tue jeder gut daran, Tieren mit besonderer Sensibilität zu begegnen, auf sie aufzupassen und ihnen Gutes zu tun. Nichts anderes habe Gott mit den Menschen im Sinn. Auch sie seien ja von ihm geschaffen worden, und er stelle sie immer wieder unter seinen Segen.

Denselben spendete Schmidt anschließend allen, die es wollten, durch Weihwasser und Handauflegung. Für die vierbeinigen Freunde hatte er natürlich Leckereien parat. Die Nordstranderin Hilke Meyer – sie war mit ihrem Pferd da – und Holger Winkel, der zwei Pflegehunde dabei hatte, schätzen die etwas anderen Gottesdienste, die Pfarrer Schmidt anbietet. Man bekomme auf diese Weise noch einmal ganz andere Denkanstöße.

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