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Neue Attraktion in Tönning : Ein Park für Groß und Klein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tourismus-Ausschuss von Tönning sucht nach einer Fläche für Fitness-Geräte. Favorit ist ein Areal direkt am Eider-Strand. Die Einrichtung eines Grillplatzes stößt im Gremium dagegen auf Kritik. Es wird bezweifelt, dass dafür Bedarf besteht.

Generationsübergreifende Freizeitanlagen stehen im Trend der Zeit. Nach dem Willen der Mitglieder des Tourismus-Ausschusses der Stadt Tönning soll gemäß Antrag der Allgemeinen Wählergemeinschaft Tönning (AWT) ein Mehrgenerationenpark mit Outdoor-Fitness-Geräten entstehen. Bevorzugt wird eine Fläche direkt am Strand, in der auch eine Boule-Anlage integriert werden könnte. Einig war sich das Gremium, dass der Seniorenbeirat aktiv in den Findungsprozess eingebunden werden soll. Es wird eine Arbeitsgruppe gebildet.

Tourismus-Direktor Torsten Kreß hatte Informationsmaterial sowie Preislisten eingeholt. „Ich favorisiere Geräte des größten Herstellers. Die Geräte sind aus Edelstahl, und man kann sich einen individuellen Parcours zusammenstellen“, so Kreß. Die kleinste Variante mit drei Geräten würde grob geschätzt bis zu 12.000 Euro kosten. Dazwischen sei alles möglich. Die größte Anlage läge wohl bei mindestens 70.000 Euro. Es müsse geprüft werden, ob Fördergelder akquiriert werden können.

Tenor der Runde: Es soll zunächst mit der Mini-Lösung begonnen werden. Ausbaufähig sei eine solche Anlage allemal. Kreß riet zur Besichtigung eines bereits bestehenden Parks, wie beispielsweise im Flensburger Stadtteil Mürwik.

Bei dem Thema Installation eines Grillplatzes mit einer Frisbee-Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Minigolfplatzes am Strandweg taten sich die Gremiumsmitglieder schwerer. Drei Varianten zwischen 25.000 und 50.000 Euro standen zur Auswahl. Die kleine Lösung würde eine Grillhütte beinhalten, die teuerste zwei Hütten und erheblich mehr Ausstattung. „Die Zahlen sind grobe Schätzungen aus Internetrecherchen. Die Verwaltung schlägt die günstige Lösung vor. Es besteht Aussicht auf Fördergelder“, erklärte Bürgermeister Frank Haß. Mit 25.000 Euro, so die mehrheitliche Meinung aus der Runde, könne man leben, alles andere sei wegen der Haushaltslage illusorisch.

Zweifel wurden laut, ob der Platz überhaupt angenommen werden würde. Die AWT-Fraktion steht dem Projekt sehr kritisch gegenüber und gibt in einer Pressemitteilung die Folgekosten zu bedenken. Ferner heißt es, dass sich ein kleiner Grillplatz auf dem großen Gelände optisch verlieren und diese Fläche für andere Nutzungen sperren würde. Die AWT befürchtet zudem eine Verunreinigung der Grünanlage, da die nächste Toilette erst in 300 Meter Entfernung zu finden sei. Außerdem würde der Bauhof mit der notwendigen Pflege zusätzlich belastet. Denn auch mehr Müll und eine unsachgemäße Nutzung seien zu erwarten. Der AWT erscheint es sinnvoller, das Geld in die Sanierung der Duschen im Freibad oder in den Generationenpark zu stecken.

Das letzte Wort soll die Stadtvertretung haben. Mehrheitlich segnete das Gremium eine Empfehlung der kleinen Lösung ab.


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