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Wildblumen-Projekt auf Eiderstedt : Ein Paradies für Hummeln und Bienen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Eiderstedter Naturschutzverein sucht weitere Flächen für sein Projekt „Blühendes Eiderstedt“. Ob Gartenfläche oder Wiese, vieles ist für die Wildblumen geeignet.

„Blühendes Eiderstedt“ – so lautet der Name des Projektes, das der Eiderstedter Naturschutzverein unter dem Vorsitz von Volquart Hamkens 2014 gestartet hat. Auf mehreren Flächen der Halbinsel sind wie berichtet bereits heimische Wildblumen angesiedelt worden, so in Garding, Tetenbüll, Koldenbüttel, Tating und im Norderheverkoog. Eine gut 1200 Quadratmeter große Fläche wurde vor zwei Jahren vor dem Roten Haubarg in Witzwort angelegt. Es sei beeindruckend gewesen, so Hamkens, wie das relativ kleine Naturparadies binnen kürzester Zeit Anziehungspunkt für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge wurde. „Sie brauchen unsere Hilfe. Ich bin besorgt über die deutlich abnehmenden Mengen dieser Insekten“, so der Vereins-Chef. Jede noch so kleine Fläche mit Wildblumen im eigenen Garten würde ihnen zu Gute kommen. Viele auch seltene Pflanzenarten – insgesamt etwa 40, natürlich heimische – sind inzwischen am Haubarg vertreten, wie beispielsweise Margerite, Lichtnelke, Kornrade, Malve, Mohn, Schafgarbe, Kornblume, Lein und Kuckucks-Lichtnelke. Vor wenigen Tagen ist die Fläche wieder abgemäht worden, wie Hamkens berichtet. Das nenne man im Fachjargon schröpfen und bewirke, dass die Pflanzen später wieder in voller Pracht blühen. „Unsere Landschaft wird zunehmend ärmer an Wildpflanzen, Blumen und Kräutern. Blühende Bestände bilden außerdem wichtige Rückzugsorte, auch für Niederwild, Hasen, Fasane und Rehe, und bieten auch im Winter Nahrung“, stellt der engagierte Naturfreund fest.

„Unser Projekt soll in die Zukunft und nachhaltig wirken“, betont Hamkens. Er möchte daher mit seinen Mitstreitern weitere Orte in ein Stück „Blühendes Eiderstedt“ verwandeln und würde sich freuen, wenn Privatleute, Kommunen, Schulen oder Kindergärten, geeignete Flächen zur Verfügung stellen. Außerdem, so Hamkens, stehe er mit seinem Team jedem mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Beschaffung der Saat gehört dazu. Weitere Informationen unter Telefon 04864/1202.

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