Treffpunkt Oldenswort : Ein Ort für Kunst, Kultur und Kaffee

Der Gospelchor Friedrichstadt unterhielt die Gäste mit seinem Gesang.
Der Gospelchor Friedrichstadt unterhielt die Gäste mit seinem Gesang.

Der Treffpunkt Oldenswort hat sich als Ort für Kunst und Kultur etabliert. Auch das Café wird von Gästen gut angenommen. Seit zehn Jahren unterstützt der Förderverein die Einrichtung.

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29. August 2018, 16:10 Uhr

Oldenswort | „Ist das schon so lange her?“ Diese Frage hörte man mehrfach auf dem Hofplatz hinter dem Oldensworter Treffpunkt unter den zumeist einheimischen Besuchern, denn sie erinnerten sich an die Eröffnung der Begegnungsstätte im Januar 2009. Nun wurde zehn Jahre Förderverein Treffpunkt Oldenswort gefeiert. Bürgermeister Frank-Michael Tranzer blickte in seinem Festvortrag auf diese Zeit zurück. Von den 30 Teilnehmern der Gründungs-Veranstaltung sei damals die Hälfte dem neuen Verein beigetreten, den er von der ersten Stunde bis vor anderthalb Jahren geleitet hatte. Er erinnerte an die vorangegangenen kontroversen Diskussionen über Nutzen und Kosten der gemeindeeigenen Einrichtung in der Dorfstraße. Unter den Förderern habe Konsens darüber bestanden, in dem geschichtsträchtigen Gebäude eine Anlaufstelle für Touristen und ein Café einzurichten sowie Räume für die ortsgeschichtliche Sammlung und eine Galerie für Ausstellungen einzurichten. Die Pläne seien rasch umgesetzt worden.

Mit einem Geldgeschenk dankte Tranzer der Gastgeberin Karola Schulze für ihr langjähriges Engagement. Sie ist neben ihrer Funktion als Café-Betreiberin zugleich die amtierende Vorsitzende des Fördervereins. Regelmäßig unterstützen sie die beiden Ehrenamtler Siegrid Jörs und Peter Rezulak bei allen Aufgaben, die der vielschichtige Betrieb der Treffpunkts mit sich bringt. Deren Tätigkeit und die von Hauke Koopmann würdigte der Gemeindechef ebenfalls. Der Dorfchronist betreut die von ihm zusammengestellte Sammlung von Bildern, Büchern und Gegenständen aus der Geschichte der Gemeinde.

Die Bilanz nach einem Jahrzehnt sei eher durchwachsen, resümierte der Gemeindechef. Die Rolle des aufgelösten Tourismusvereins sei erfolgreich durch die „guten Geister“ des Treffpunkt kompensiert worden. Die Kunstausstellungen und die geschichtliche Präsentation hätten sich etabliert. Anders als bei Gästen und Künstlern sei es allerdings nicht gelungen, das Haus als Dorfmittelpunkt und als kulturelles Zentrum im Bewusstsein der Einwohner zu verankern, bedauerte Tranzer.

Für einen musikalischen Höhepunkt sorgten der Friedrichstädter Gospelchor sowie Rainer Martens mit heiteren und nachdenklichen Songs.

Humorvoll gratulierte Dieter Staacken zum Jubiläum. Der gebürtige Oldensworter hob die große Zahl ehrenamtlich tätiger Menschen hervor, die das Dorf und die Umgebung mit dem „Überlebensmittel Kultur“ versorgen. Die Glückwünsche des Amtes Eiderstedt überbrachte Amtsvorsteher Christian Marwig. Für ihn ist der Förderverein ein „starkes Glied in der Kette der Vereine“ des Dorfes.

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