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Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland : Ein optimaler Übergang

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Ära Hans-Joachim Alfeld bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland ist beendet: Neuer Geschäftsführer ist nun der 50-jährige Michael Stürmann.

Schnelle, flexible und betriebswirtschaftlich orientierte Entscheidungen – das erhofften sich die Abgeordneten des nordfriesischen Kreistages 1994, als sie die Gründung der Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland (AWNF) beschlossen. „All diese Wünsche sind wahr geworden, und das ist zum großen Teil Hans-Joachim Alfeld zu verdanken“, lobte Landrat Dieter Harrsen jetzt bei einem Pressegespräch im Husumer Kreishaus. Das diente nicht nur der Verabschiedung Alfelds als AWNF-Chef, sondern gleichzeitig auch der Vorstellung seines Nachfolgers. „Hannes“ Alfeld selbst, der die Geschäftsführung am 1. Oktober 1995 übernommen hatte, zog in unserer Zeitung bereits an seinem letzten Arbeitstag ausgiebig Bilanz.

Sein Nachfolger wurde schon seit Anfang Januar von ihm eingearbeitet. Michael Stürmann (50) leitete bisher die Niederlassung Schleswig-Holstein des Entsorgungsunternehmens Veolia, das auch nordfriesischen Müll abfährt. „Bei den Vertragsverhandlungen mit der AWNF saß er bisher auf der anderen Seite. Er kennt also Nordfriesland, unsere bisherigen Entsorgungsverträge und die gesamte Branche – eine Idealbesetzung“, erklärte der Landrat.

Da sich die Entsorgungswirtschaft in einem ständigen Veränderungsprozess befindet, wird sich Stürmann – er kommt aus Harrislee und hat Steuerrechnungswesen studiert – über mangelnde Arbeit nicht beklagen können. Beim Gewerbeabfall, beim Elektroschrott oder der gelben Wertstofftonne – überall drängen Bund und Europäische Union auf lückenlose Erfassung und höhere Recyclingquoten.

Auch in anderen Bereichen gibt es immer etwas zu verbessern: Rund ein Viertel der Abfälle in der grauen Tonne in Nordfriesland gehören eigentlich in die Biotonne oder auf den Kompost, weiß Stürmann: „Da müssen wir ran!“ Außerdem läuft der Vertrag mit der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) Neumünster über die Entsorgung des nordfriesischen Hausmülls spätestens 2025 aus. Der neue Geschäftsführer und sein vierköpfiges Team müssen eine Anschlusslösung finden, die mindestens eben so verlässlich und möglichst nicht teurer ist als die jetzige. Stürmanns Kommentar dazu: „Wir krempeln schon mal die Ärmel hoch!“

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erstellt am 03.Apr.2017 | 11:00 Uhr

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