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Friedrichstadt : Ein Musical zur 400-Jahr-Feier

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

An der Open-Air-Inszenierung in Friedrichstadt sollen 300 Teilnehmer mitwirken. Kosten: Rund 50.000 Euro – Sponsoren sollen helfen.

Gemeinsam mit der seit 2006 in Friedrichstadt beheimateten dänischen Diplom-Musikerin Bente Stenger präsentierte Stadtarchivarin Christiane Thomsen im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus eine Idee für die Aufführung eines fulminanten Musicals im Rahmen des 400-jährigen Stadtjubiläums.

„Wir denken an eine Open-Air-Vorstellung mit mehr als 300 Akteuren aus Friedrichstadt und Umgebung, die sich und ihr Können am 24. und 25. September 2021 auf einer großen Bühne vor der historischen Kulisse des Rathauses präsentieren werden“, so Christiane Thomsen, die zu diesem Musicalprojekt alle einladen möchte, die Spaß an der Musik und am Theater haben. Das dänische Schulorchester Frederiksstad Orkestret sieht sie dabei genauso auf der Bühne wie einen erweiterten Erwachsenen-Chor auf Basis des Friedrichstädter Gospelchors und des Ejderstedkoret, sowie einen Chor aus Kindern aller Schulen der Stadt. Die Choreografie soll ebenso in professionelle Hände gelegt werden, wie die geplanten Bildprojektionen auf einer Leinwand und die Licht- und Tontechnik.

Bente Stenger stellte erst sich selbst und dann einige Projekt-Details vor: „Die Show soll aus drei Teilen bestehen, mit ausgewählten Themen aus der Friedrichstädter Geschichte, Gegenwart und Zukunft, dargestellt mit Musik, Bildern, Gesang und kurzen Dialogen“, sagte sie. Dabei sollen die Chöre durch Bewegung neben der gesanglichen auch eine visuelle Rolle übernehmen und das Publikum auf dem Marktplatz aktiv in das Geschehen mit einbeziehen. „Gerne würden wir auch lokale Gruppen beteiligen, Tanzformationen, Pferdekutschen, Gildemitglieder oder BMX-Fahrer“, zeichnete sie eine bunte und überzeugende Vision von einem Spektakel, das zum Stadtjubiläum in vier Jahren mehrere tausend Besucher anziehen soll. „Wir feiern Friedrichstadt, weil wir unsere Stadt lieben und weil es ein guter Ort zum Leben ist“, beschrieb sie die Story, die in dem Stück vermittelt werden soll.

„Seit 400 Jahren kommen Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen her, in der Hoffnung, hier eine bessere Zukunft zu finden. Die Zukunft baut auf die Vergangenheit auf – im Guten wie im Schlechten. Die Geschichte der Stadt ist nicht nur rosarot“, sagte Bente Stenger, die mit dem etwa 50-minütigen Musical auch zum Nachdenken anregen möchte. „Die Aufführung wird danach noch viel hier vor Ort bewirken. Wir können uns als Menschen näher kommen“, versprach sie mit Blick auf die Erfahrungen, die sie mit ähnlichen Musical-Projekten bereits gemacht hat – zuletzt 2013 mit „Pinocchio“ in Schleswig. Die Dänin, die nach eigener Aussage ein großes Herz für die Kammermusik hat, wird die Stücke für Friedrichstadt selbst komponieren, arrangieren und dirigieren. „Im Herbst 2020 gibt es einen Aufruf, dann können sich alle interessierten lokalen Musiker anmelden“, kündigte sie an.

Zu den Kosten, die mit dem Projekt verbunden sein werden, konnte Christiane Thomsen auch schon etwas sagen: „Wir rechnen mit 50.000 Euro, wobei wir diese Summe zur Hälfte mit Hilfe von Sponsoren aufbringen möchten“, sagte sie. Dass die Stadt in der Lage sein sollte, die andere Hälfte zu finanzieren beziehungsweise bis zum Jubiläum in den Haushaltsplanungen zu berücksichtigen, stand für Bürgermeister Eggert Vogt ebenso außer Frage wie für die Ausschussvorsitzende Elke Kempkes: „Das wird das Highlight unserer 400-Jahr-Feier“, zeigte sie sich überzeugt von der Idee, die der Ausschuss gerne unterstützen möchte.

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