"Easy Wind" : Ein Modell für Selbstversorger

Heidi Paulsen, Marten Jensen, Gunnar Kaletzke (v. re.) Foto: dew
Heidi Paulsen, Marten Jensen, Gunnar Kaletzke (v. re.) Foto: dew

Windkraftanlage für die Eigenversorgung wird auf der "New Energy" gezeigt.

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22. März 2013, 09:24 Uhr

Enge-Sande | In der Welt der Windräder ist sie noch ein Grünschnabel - aber leicht und orkansicher: "Easy Wind" heißt die Kleinwindkraftanlage für die Eigenversorgung von Häusern und kleinen Betriebe. Sie wird seit Anfang März in Enge-Sande produziert.

Marten Jensen und sein Mitgeschäftsführer Gunnar Kaletzke (beide 44) führen die von der Conergy erworbene "Easy Wind" GmbH in einem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr. Ihr Produkt präsentieren sie bei der gestern eröffneten Messe "New Energy Husum".

Marten Jensen hatte nach dem Studium an der FH Flensburg und Praxis bei mehreren Windkraftanlagen-Herstellern in Langenhorn die Gesellschaft für Energie und Ökologie (GEO) gegründet. Von der Kölner Firma Conergy erwarb Marten Jensen zunächst die Lizenz für 20 Easy-Wind-Anlagen, übernahm dann aber den Betrieb, dessen Produkte mittlerweile vom Deutschen Windenergie-Institut zertifiziert sind. Inzwischen wurden von Enge-Sande aus 160 Anlagen ausgeliefert, davon die Hälfte nach Dänemark.

Die Kleinwindanlagen produzieren laut Firmenangaben je nach Standort zwischen 8000 und 22 000 Kilowattstunden Strom jährlich und erlösen einen Eigenbedarfspreis von zurzeit 25 Cent. Die bis zu 30 000 Euro teure 6-kW-Anlage ist mit Stahlmast bis zu 19 Meter hoch und kann auch auf einem Dach montiert werden.

"Easy Wind" hat Lizenzverträge mit China und Indien abgeschlossen und steht mit 35 Ländern im Kontakt.

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