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Saiten-Magier auf der Bühne : Ein mitreißendes Blues-Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Bäckermeister im kleinen nordfriesischen Dorf Joldelund ist ein absoluter Musik-Fan. Und weil er keine Zeit hat, um zu Konzerten zu fahren, organisiert Gerd Lorenzen Gitarren-Festivals in seiner Scheune. Das Publikum ist stets begeistert.

Einmal mehr spielten einige der weltbesten Musiker im kleinen, nordfriesischen Joldelund. Der musikbegeisterte Bäckermeister Gerd Lorenzen holte abermals das Guitar Heroes Festival in sein Heimatdorf. Sein Motto: „Wenn ich schon keine Zeit für Live-Konzerte habe, dann organisiere ich sie eben zu Hause.“ Trotz einiger Konkurrenz-Veranstaltungen zog es treue und neue Gäste in die 750-Seelen-Gemeinde. Diesmal fand das Konzert in einer Event-Scheune statt, die der Musik-Fan augenzwinkernd „Gerds Juke Joint“ nennt – eine nicht alltägliche Location mit urigem Ambiente.

Ganz nah dran am Publikum entfachten die Meister der Saiteninstrumente und des Schlagzeuges ein mitreißendes Blues- und Rock-Feuerwerk. Keine geringeren als der als Saiten-Magier geltende Zed Mitchell sowie der erst 18-jährige Krissy Mathews, der schon zu den ganz großen Gitarristen der Gegenwart gezählt wird, rockten mit ihren Bands die Bühne. Ohne Pause zog Matthews sein überraschend breites, über zwei Stunden dauerndes Programm durch. Das Spektrum reichte vom erdigen Missisippi-Blues bis zum heiß-funkigen Boogie. Sein Vater Keith Matthews begleitete mit Spielfreude pur am Bass. Mikey Dean-Smith gab fast bis zur Erschöpfung alles an den Drums. Alle drei haben schon mit großen Stars auf der Bühne oder im Studio gestanden. Für die dankbaren Zuhörer gab es kein Halten. Viele ließen ihren Emotionen durch freies Tanzen ihren Lauf.

Alle Register seines Könnens zog auch Zed Mitchell mit seiner Truppe. Dabei suchte er besonders den Kontakt zum Publikum und animierte zum Mitsingen. Seine ihm nachgesagte Fähigkeit, jede Saite der Gitarre mit einer persönlichen Note zu spielen, war erlebbar. Mal ließ Mitchell sein Instrument leidenschaftlich rocken, dann virtuos erklingen oder melancholische Klangteppiche entwickeln. Deutlich war zu spüren, dass er schon mit Joe Bonamassa, Popa Chubby oder BB King gespielt hatte. Er trat auf den Tourneen von Focus, Deep Purple oder Ian Gillian auf. Tina Turner, Phil Collins, Pink Floyd, Eros Ramazotti, Natalie Cole, Udo Lindenberg und Leslie Mandoki setzen auf ihn. Mittendrin im Geschehen hielt der dankbare Organisator Small-Talk oder tanzte. Lorenzen: „Wenn ich in die Gesichter der glücklichen Menschen sehe, dann bin ich froh, und der Aufwand hat sich gelohnt.“ Auch die Musiker waren happy. Zed Mitchell: „Mir hat das riesig Spaß gemacht, auf der kleinen Bühne zu spielen.“ Und das Publikum sei einfach toll gewesen.










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