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Die letzte und die erste : Ein Mädchen namens Benjamin

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zwei junge Damen sind in Husum als letzte Erdenbürgerin 2015 und erste 2016 geboren worden – eine heißt allerdings noch nicht so richtig.

Die Geburten von Goda Bitter aus Husum und Benjamin Jaghoobi aus Ramstedt liegen nur zwei Tage auseinander – und doch trennt sie eine unterschiedliche Jahresangabe in ihrem Geburtstag. Goda wurde im Klinikum Husum am 30. Dezember 2015 geboren und erblickte als letztes Kind im vergangenen Jahr im dritten Stock des Krankenhauses das Licht der Welt. Stattliche 3840 Gramm brachte das 55 Zentimeter große Mädchen auf die Waage. Kein Problem für die 33-jährige Mutter Gönke: „Mein erstes Kind wog sogar ein Pfund mehr, den Unterschied habe ich deutlich gemerkt“, sagt sie schmunzelnd. Bis zum Beginn des Mutterschutzes lief noch ihr befristeter Arbeitsvertrag als Lehrerin in Schwabstedt. Diesen Beruf würde sie auch gerne weiter ausüben, sobald es wieder möglich ist. Aber jetzt sei zuerst Goda an der Reihe. „Wir sind sehr glücklich und dankbar über unser zweites gesundes Kind.“

Auch das Flüchtlingspaar Ali und Somi Jaghoobi aus Afghanistan freut sich über ihre zweite Tochter. Am Neujahrstag um 23.15 Uhr wurde die neue Erdenbürgerin als erstes Kind 2016 im Klinikum Husum geboren. Der Vorname Benjamin werde allerdings noch geändert, kündigt Papa Ali mit einem verschmitzten Lächeln an. „Wir hatten fest mit einem Jungen gerechnet und gar keinen Mädchennamen ausgesucht.“ Damit das Kind gleich nach der Geburt einen Namen hatte, blieb es erstmal bei Benjamin. Aber schon in den nächsten Tagen wird die 48 Zentimeter große und 2690 Gramm schwere Tochter ihren richtigen Namen erhalten, versprach der 27-jährige Vater.

Seit etwa fünf Monaten ist die Flüchtlingsfamilie in Ramstedt untergebracht. Das erste Kind wurde vor fast zwei Jahren in Afghanistan geboren. Von dort flüchtete die Familien nach Deutschland. Ursprünglich stammt das junge Ehepaar jedoch aus dem Iran. Dort war der frisch gebackene Papa als Elektriker tätig. „Ich wünsche mir so schnell wie möglich eine Arbeit, am liebsten natürlich in meinem erlernten Beruf“, sagt er. Und wenn es nötig sei, werde er natürlich auch eine berufliche Fortbildung machen.

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