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Zeitreise im Stadtarchiv : Ein lohnender virtueller Besuch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Internetauftritt macht den virtuellen Besuch im Friedrichstädter Stadtarchiv zu einer interessanten Zeitreise. Der Gast kann sich in Ruhe einen Überblick verschaffen, ehe er im realen Archiv auf Spurensuche geht.

Das Friedrichstädter Stadtarchiv genießt unter Heimatforschern einen guten Ruf. Nun hat es seinen Service nochmals ausgebaut, denn jeder Interessent kann vom heimischen Computer aus unter www. archiv-friedrichstadt.de in die Bestandslisten der Einrichtung blicken. Froh ist Leiterin Christiane Thomsen, dass die Stadt ihrer Mitarbeiterin die Möglichkeit eingeräumt hat, einen speziellen mehrwöchigen Kursus zu besuchen. Sabine Lerz-Maahs hat dann in mühevoller Kleinarbeit den neuen Internetauftritt geschaffen.

Vorwiegend wird das Friedrichstädter Stadtarchiv von Familienforschern und Neubürgern aufgesucht, die etwas über die Geschichte der eigenen Sippe oder aber die von prominenten Einwohnern erfahren wollen sowie ein Haus in dem Holländerstädtchen erworben haben. Denn in der Westerlilienstraße finden sich die Daten fast aller Häuser. Wann sie gebaut und eventuell umgebaut wurden, wer sie errichtet und wer in ihnen gewohnt hat.

Bislang waren Telefonate oder ein Besuch des Archivs nötig, um herauszufinden, ob es über die eigene Familie überhaupt Unterlagen gibt, Das hat sich nun grundlegend geändert. Sauber nach gelistet finden sich die Namen aller, über die es Unterlagen gibt, von Abendroth (1889 bis 1969), bis zu Zentner Dora (1894 bis 1998). „Alle Unterlagen sind natürlich nicht digitalisiert“, sagt Christiane Thomsen, das sei unmöglich und nicht zu bewerkstelligen. „Aber jeder hat so einen Überblick, was sich in unserem Haus befindet, und kann dann ganz gezielt vorbeikommen.“

Das Stadtarchiv verfügt über umfassende und vielseitige Bestände, die hauptsächlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammen, zu einem kleinen Teil aber auch bis in das Gründungsjahr der Stadt 1621 zurückreichen. Sie dokumentieren die wesentlichen Grundzüge der Stadtentwicklung. Neben dem klassischen Archivgut wie Urkunden, Akten und Amtsbüchern werden historische und zeitgeschichtliche Sammlungen geführt. Hierzu gehören als wichtige Bestandteile die Bibliothek, die Karten- und Plansammlung, das Zeitungs- und das Fotoarchiv. Eine Besonderheit sind die Hausakten, die zu jedem Haus in der Altstadt geführt werden. Darin enthalten sind Baupläne, Fotos und evtl. Sanierungsunterlagen.

1970 schloss sich die Stadt Friedrichstadt mit den Gemeinden Drage, Koldenbüttel, Seeth, Uelvesbüll und Witzwort zum Amt Friedrichstadt zusammen. Aus den Ämtern Friedrichstadt, Hattstedt, Nordstrand und Treene entstand später das neue Amt Nordsee-Treene. Der Bestand im Stadtarchiv teilt sich daher in drei Gruppen auf: Akten des Amtes Friedrichstadt von 1970 bis 2007, Akten der Stadt Friedrichstadt bis 1970 und Akten des Amtes Nordsee-Treene ab 2008.

Der Besucher der Internetseite kann zwischen folgenden Einstellungen wählen: Bestände, Verwaltung, Kirchenarchiv, Standesamt, Familienakten, Sonstiges und „Wer weiß was“ sowie in zahlreichen Unterordnern stöbern.

Das Friedrichstädter Stadtarchiv ist montags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 9.30 bis 12 Uhr und jeden ersten Donnerstag von 17 bis 19 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung geöffnet.

 

 

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erstellt am 19.Aug.2014 | 15:00 Uhr

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