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Karl-Heinz Heydecke : Ein Lautpoet im Kulturkeller

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Artikulations-Akrobatiker und Lautperformer ist Karl-Heinz Heydecke kommt in den Husumer Kulturkeller.

shz.de von
erstellt am 22.Jul.2017 | 11:00 Uhr

Lautpoesie ist eine Spielart der Lyrik, bei der die Laute, aus denen Wörter bestehen, neu zusammengestellt, im Klang verändert oder in ihrer Bedeutung neu interpretiert werden. Einer der bekanntesten Artikulations-Akrobatiker und Lautperformer ist Karl-Heinz Heydecke, der als Linguist, Logopäde und Musiker genau weiß, mit welchem Klang- und Wortmaterial er es zu tun hat. Seit 2003 verfasst er seine Lautgedichte. Kritiker bezeichnen ihn als den „abgefahrensten Schnellsprecher Deutschlands“. Er gastiert am Donnerstag, 27. Juli, ab 19.30 Uhr im Kulturkeller, Schlossgang 7.

Heydecke präsentiert dort seine höchst originellen Hörgebilde. Es ist eine Dichtung, die den Sprachlaut als grandioses Ergebnis einer einzigartigen Fähigkeit des Menschen feiert: Seiner Fähigkeit zur Artikulation. In seinen unerhörten Texten steckt viel musikalische Raffinesse und ein hohes linguistisches Bewusstsein. Wortform und -inhalt werden geschieden, und die freigesetzten Kunstwörter (Logatome) rhythmisch und klanglich neu geordnet. Wer genau hinhört, dem geht auf, welche Schönheit im puren Sprachklang verborgen liegt. Und dem zum eigenen Recht zu verhelfen, das ist bei Karl-Heinz Heydecke Programm.

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