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Hans-Momsen-Museum : Ein Kleinod, das gepflegt sein will

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Hans-Momsen-Museum in Fahretoft bedarf weiterer Unterstützung. An der Spitze der nach dem Mathematiker, Landmesser und Universalgelehrten benannten Träger-Gesellschaft gibt es unterdessen einen Wachwechsel.

Führungswechsel bei der Hans-Momsen-Gesellschaft: In der achten Generalversammlung im Dagebüller Gemeindehaus tauschten der erste und zweite Vorsitzende ihre Ämter. Neuer Vorsitzender wurde Dr. Ocke Momsen, neuer Vize Hans-Werner Paulsen. Dieser hatte den Verein seit der Gründung im Jahr 2007 geführt und sich um diesen und dessen bisher erreichtes Ziel, das Hans-Momsen-Museum gegenüber der St. Laurentius-Kirche, in hohem Maße verdient gemacht.

Erklärtes Ziel der nach dem Mathematiker, Landmesser und Universalgelehrten (1735-1811) benannten Gesellschaft war es, das Wohnhaus Hans Momsens auf der Gabrielswarft in Fahretoft zu erwerben und es weitgehend in seinen Urzustand zurückzuversetzen sowie sein Interieur in ein Museum mit einem Café zu verwandeln. Die Bemühungen um das Erbe von Hans Momsen, nach dem der Kreis Nordfriesland seinen Kulturpreis benannt hat, wurden von Erfolg gekrönt. Dank eines Zuschusses der Europäischen Union in Höhe von 152.000 und eines Kredits über 27.000 Euro wurde das Haus 2010 erworben. Im Jahr 2012 begannen Renovierung. Danach folgten der Innenausbau und zuletzt der Anbau mitsamt einer Dachsanierung, zu denen die Verlegerwitwe Dr. Friede Springer mit Spenden von 74.150 und weiteren 50.000 Euro maßgeblich beitrug.

Hans Werner Paulsen schilderte in seinem Jahresbericht den Verlauf der Arbeiten, die teils in ehrenamtlicher Arbeit, teils durch Firmen erbracht wurden, so dass im Juli vergangenen Jahres Einweihung gefeiert werden konnte.

Um- und Ausbau, Sanierung und Restaurierung erfolgten nach Plänen der Architektin Birgit Busse, spätere planerische Handreichungen durch deren Kollegin Bianca Paulsen und durch Hans Werner Paulsen von der Bauaufsicht. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer ist Melf Paulsen zu nennen, ein Bruder Hans Werner Paulsens.

Das Museums-Café wird von Elke Petersen betrieben, mit der die Gesellschaft einen Mietvertrag abschloss. Das 1712 erbaute Hans-Momsen-Haus steht unter Denkmalschutz. Hans Werner Paulsen bedankte sich bei allen Helfern, Spendern und Fürsprechern dieses Projekts, das allerdings ohne seinen persönlichen unermüdlichen Einsatz wohl kaum realisiert worden wäre.

Allerdings bedarf es weiterer Unterstützung, da laufende Kosten zu bestreiten sind und ein Notgroschen auf die hohe Kante gehört, weil „immer wieder etwas“ zu bezahlen ist. Schatzmeister Matthies Rickertsen schätzt den jährlich erforderlichen Betrag auf 5000 Euro. Wie dieses Geld hereinkommen soll, darüber wird noch gerätselt. Die Gesellschaft zählt zurzeit 90 Mitglieder, weitere – auch Firmen und Institutionen – sind willkommen, desgleichen Spenden.

In neuen Jahr stehen noch einige Restarbeiten im Haus und auf der Warft an. Außerdem muss das Inventar des Hauses noch katalogisiert werden. Unbestritten ist, dass die Gesellschaft und die Gemeinde Dagebüll schon heute stolz auf ihr kulturelles und historisches Kleinod sind.

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