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Husumer Nachrichten

24. Oktober 2017 | 03:18 Uhr

Ein Kandidat ganz ohne Konkurrenz

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shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Bredstedt | Die Wählergemeinschaft Bredstedt bleibt auch nach der Kommunalwahl stärkste Fraktion, und sie wird den neuen Bürgermeister der Stadt stellen. Knut Jessen, langjähriger und inzwischen pensionierter Schulleiter der Gemeinschaftsschule, hat den Hut in den Ring geworfen, "und soweit ich weiß, sind wir die einzigen, die einen Kandidaten aufstellen", sagte der 65-Jährige gestern auf Anfrage der Husumer Nachrichten.

Knut Jessen hatte 1994 die Wählergemeinschaft Bredstedt (WGB) mitbegründet und ist seitdem engagiert in der Stadtpolitik aktiv. 14 Jahre lang war er stellvertretender Bürgermeister, und ein Jahr lang übte er das Amt voll aus, als Bürgermeister Bernd Döhring krank war. Jessen: "Ich weiß also, was auf mich zukommt." Dabei dürfte das Amt jetzt noch einfacher sein, weil der Bürgermeister nicht mehr auch noch Chef der Verwaltung ist.

Von Anfang an stellte die Wählergemeinschaft die stärkste Fraktion in der Stadtvertretung. Und das bleibt auch jetzt so, wenngleich sie bei der Wahl am Sonntag Stimmen eingebüßt hat. Konnte sie bei der Wahl 2008 noch 43,09 Prozent der Wähler auf sich vereinigen, waren es jetzt nur noch 34,4 Prozent. "Das ist ägerlich", stellte Knut Jessen fest, "aber grundsätzlich ändert sich in der Mehrheit nichts." Nicht ohne Stolz verweist Jessen darauf, dass die WGB fünf Mandate direkt durchgebracht hat.

Die CDU holte mit 28,2 Prozent (2008: 25,2) leicht und die SPD mit 22,8 Prozent (16,5) deutlich auf. Der SSW erreichte 14,6 Prozent (15,2). Von den 17 Sitzen in der neuen Stadtvertretung (2008 waren es 20) fallen sechs an die WGB (2008: neun, inklusive eines Überhangmandats), fünf Sitze an die CDU (5), vier an die SPD (3) und zwei an den SSW (3).

"Mich würde die Aufgabe als Bürgermeister schon reizen", gibt Christian Schmidt von der CDU, bislang zweiter stellvertretender Bürgermeister, unumwunden zu. Doch er habe geschäftlich noch viel vor, da sei das schwierig. Schmidts Statement: "Wir als CDU planen aktuell nicht, den Bürgermeister zu stellen." Mit dem Wahlergebnis zeigt sich Christian Schmidt sehr zufrieden. "Das oberste Ziel, die stärkste Fraktion zu werden, haben wir zwar nicht erreicht, aber wir konnten doch deutlich den Abstand zur WGB reduzieren." Die CDU sei mit einem guten, gemischten Team angetreten, und das habe der Wähler offensichtlich gewürdigt. Zu erfahrenen Politikern seien junge dazugekommen, so wie der dynamische Unternehmer Björn Martensen.

Auch die SPD hat sich mit jungen Leuten frischen Wind in die Mannschaft geholt. So gelang es den Genossen in Bredstedt zum ersten Mal seit 20 Jahren, einen Wahlkreis direkt zu gewinnen. Jörg Abelt, als Friseurmeister und Laiendarsteller bei der Halligtorbühne bestens bekannt, holte den Wahlkreis 1 direkt. "Ein Riesenerfolg", freut sich Fraktionsvorsitzender Horst Deyerling. Im übrigen habe die SPD in Bredstedt ihr Ziel locker erreicht: 6,1 Prozent zuzulegen, "das ist nicht alltäglich". Mit Knut Jessen als Bürgermeister könne die SPD gut leben, signalisierte Deyerling: "Wir können gut mit ihm zusammenarbeiten und sehen da keine Probleme." Ähnlich formuliert es auch der SSW, der sich mit Ilse Johanna Christiansen und Marion Menzdorf in der Stadtvertretung einbringen wird. Die konstituierende Sitzung wird am 20. Juni sein.

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