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Vorfreude pur : Ein Jubiläum kommt selten allein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Es ist ein Jubliäums-Festival. Zum 30. Mal heißt es vom 13. bis 22. September: Vorhang auf für die Pole-Poppenspäler-Tage. Dazu werden viele namhafte Figurentheater-Bühnen erwartet. Das Poppenspäler-Museum feiert ebenfalls Geburtstag. Es wird 20 Jahre alt.

Wo ist bloß die Zeit geblieben? Das Jubiläums-Festival zum 25. Geburtstag der Pole-Poppenspäler-Tage haben viele noch so plastisch vor Augen, als sei es gestern gewesen. Und nun feiern Husums Poppenspäler schon wieder Geburtstag – und das auch noch im Doppelpack. Das Festival wird 30 und das vereinseigene Museum, das zum Abschluss der Spielzeit am 22. September nun auch offiziell eingeweiht werden soll, zählt ebenfalls schon 20 Lenze.

Jahre, in denen sich vieles verändert hat, aber eines nicht: Bis auf den heutigen Tag wird das größte internationale Figurentheater-Festival des Nordens rein ehrenamtlich betrieben. Und das, obgleich sich der jährliche Etat inzwischen auf 100 000 bis 120 000 Euro beläuft. Grund genug für die Veranstalter, neue Wege zu gehen: „Erstmals haben unsere Mitglieder die Möglichkeit, schon vor dem offiziellen Start Karten zu bestellen“, erläutern Birgit Empen und Ruth Zimmermann vom Vorstand. „Damit hoffen wir, den Vorverkauf etwas entzerren zu können.“ Offiziell beginnt der am Montag, 26. August. Doch zur Panik bestehe kein Anlass, versichert Empen: „Es sind genügend Karten für alle da.“ In der Vergangenheit hatte der Ansturm auf die rund 6000 Billets das Poppenspäler-Team zeitweilig an den Rand der ehrenamtlichen Leistungsfähigkeit gebracht. „Das wird jetzt hoffentlich anders“, sagt Zimmermann.

Rund 60 Veranstaltungen erwartet das Publikum in diesem Jahr. Und nicht zuletzt dank Neville Tranter und Eric Bass ist das Programm auch international gut aufgestellt. Tranter, der Südafrikaner mit Wohnsitz in Amsterdam, reist sogar mit zwei Stücken an. Und die US-Puppenspieler-Legende Eric Bass hat seine preisgekrönten „Autumn Porträts“ im Koffer.

Auf ein besonderes Bühnen-Spektakel darf sich das Publikum gleich zu Beginn freuen: Mozarts „Zauberflöte“ ist eine aufwendige Koproduktion aus Figuren- und Musiktheater. Als „Best-of-Version“ des Opern-Klassikers steht sie am Freitag, 13. September, ab 20 Uhr auf dem Spielplan. Und weil nicht nur die acht Musiker Platz brauchen, geht das Ganze im und in Zusammenarbeit mit dem Nordsee-Congress-Centrum über die Bühne.

Im Zentrum des Festivals stehen aber einmal mehr die kleinen Zuschauer. „Mit den Einnahmen aus den Erwachsenen-Inszenierungen versuchen wir die Preise für die Kinderstücke niedrig zu halten“, erläutert Empen. Nur so sei es möglich, diese Karten für fünf bis 5,50 Euro anzubieten, ergänzt Zimmermann. Da hilft natürlich auch, Markus Dorner und Detlef-A. Heinichen den Poppenspälern aus alter Verbundenheit zwei Spiele schenken: „Don Camillo und Peppone“ und „Michael Kohlhaas“.

Schwerpunkte bilden im Kinder-Programm wieder Kinderbuch-Adaptionen und Märchen. Besonders breit gefächert ist das Angebot für Schulen und Kindergärten. Und nicht von ungefähr zeigt Raphael Mürle Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ in der Aula der Hermann-Tast-Schule. Wichtig ist den Poppenspälern aber auch der akademische Nachwuchs, der sich mal als Walk-Act („Rotkäppchen in fünf Minuten“), mal in Form einer Bachelor-Arbeit wie in Mirjam Ellenbroeks „Wortschatz“, einem Spiel mit Buchstaben, präsentieren wird. Dieses Stück setzt zugleich den Schlusspunkt unter das
30. Festival.

„Die Studenten würden wir gern zum festen Bestandteil jeder Spielzeit machen“, sagen Ruth Zimmermann und Birgit Empen. Damit verbunden ist natürlich der Wunsch, künftig mehr junge Leute in die Vorstellungen zu bekommen.

In der Reihe „Puppenspieler stellen sich vor“ löchert Astrid Fülbier mit Neville Tranter einen Magier seines Fachs. Und magisch geht es auch auf dem Plakat, dem Programmheft und den Eintrittskarten zu, die von der Witzworter Malerin und Illustratorin Gisela Mott-Dreizler gestaltet wurden. Programmhefte liegen ab sofort in der Tourist-Information sowie an vielen anderen öffentlichen Stellen im Stadtgebiet aus. Karten gibt es montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie werktags außer sonnabends von 14 bis 17 Uhr im Poppenspäler-Büro im Südflügel des Schlosses oder unter karten2013@pole-poppenspäler.de.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 12:00 Uhr

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