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Diskussion Über Kostensteigerung : Ein Ja mit Zähneknirschen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Nordfriisk Instituut in Bredstedt soll größer werden und einen Anbau bekommen: Nach intensiver Diskussion hat die Stadtvertretung grünes Licht für das Projekt gegeben. Denn die Stadt ist Eigentümerin des Grundstücks. Kritisiert wurden Mehrkosten für das Vorhaben.

Für einige Stadtvertreter Bredstedts war es ein harter Brocken, dass der geplante Anbau an das Nordfriisk Instituut um rund 270 000 Euro teurer werden soll. „Ich sehe das kritisch“, so Björn Schlichting (CDU) in der Sitzung. Er sei von einer Investitionssumme von insgesamt höchstens 950 000 Euro ausgegangen. Dass nun laut neuestem Gutachten allein für Gründungsarbeiten 400 000 Euro ausgegeben werden müssten, sei unbedingt zu hinterfragen. Die Entscheidung für das Go zum Bauvorhaben müsse nach seiner Meinung nicht hier und heute getroffen werden. Sie eile nicht.

Bürgermeister Knut Jessen hielt dagegen. Es stünden in diesen Tagen Fach-Gespräche mit Architekt und Gutachter an. Es könne davon ausgegangen werden, dass die Position geringer ausfallen werde. Doch so oder so sei die Stadt nun einmal als Grundstückseigentümerin in der Pflicht. Dass alle den Anbau wollten, sei im übrigen keine Frage. Die Entscheidung eile deshalb, weil Kämmerer Stefan Hems die Förderanträge bis zum Jahresende stellen müsse. Immerhin habe der Kreis Nordfriesland bereits eine Fördersumme von 137 000 Euro überwiesen. Weitere EU-Mittel müssen akquiriert werden, deren Höhe noch nicht bekannt ist. Aus Bundesmitteln werden definitiv 420 000 Euro fließen. Die Stadt sei nach vorläufigen Berechnungen mit rund 150 000 Euro dabei. „Ich bitte um Verständnis, dass wir entscheiden müssen. Ich werde aufpassen, dass alles günstiger wird“, versprach der Bürgermeister. Johanna Christiansen (SSW) wies darauf hin, dass die Thematik im Finanzausschuss sehr differenziert diskutiert worden sei, doch in diesem Fall gebe sie dem Bürgermeister recht. Man müsse auf die Zusage vertrauen. Die Einrichtung sei für die Stadt von Bedeutung. Finanzausschuss-Vorsitzender Horst Deyerling dazu: „Ich verstehe die Diskussion in diesem Forum nicht. Wir haben uns einstimmig zum Empfehlungsbeschluss durchgerungen.“ Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus.

Einig waren sich alle in Bezug auf den geplanten Straßenausbau im kommenden Jahr. Diesmal ist der östliche Stadtbereich mit der Clementstraße, Stettiner Straße und Königsberger Straße dran. Dafür sollen in den Haushalt 2014 rund 1,3 Millionen Euro eingestellt werden. Selbstverständlich, so der Bürgermeister, gebe es Fördermittel. Erfreulich sei die Nachricht von seiten des Wasserverbandes, dass der Untergrund gut sei. Dadurch könnten am Ende erhebliche Kosten eingespart werden. Mit der Verlegung neuer Wasserrohre sei bereits begonnen worden. Die Gestaltung werde in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern erarbeitet. Eine Einwohnerversammlung werde es am 25. November geben.

Jessen informierte, dass in der letzten Dienstversammlung der Bürgermeister mit Landrat Dieter Harrsen der Auftrag an alle Kommunen erging, sich um ein Konzept in Sachen Daseinsvorsorge zu kümmern. Hier ginge es um adäquate Betreuungsangebote für Senioren. Diesbezüglich sei Bredstedt bereits gut davor. Eine Arbeitsstruktur werde erarbeitet, auch für die Betreuung von Migranten. Mit dem Senioren-Wegweiser sei auch schon viel gewonnen. Die Gleichstellungsbeauftragte, Christiane Friedrichsen, arbeite an einem Konzept zur Hilfe von Demenzerkrankten. „Ich finde es großartig, wie sich alle einbringen“, so Jessen. Schließlich stellte er den neuen Vorsitzenden des Senioren-Beirates, Ralf Quintus-Winther, fest.




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erstellt am 29.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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