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Krokusblütenfest in Husum : Ein Hofstaat würdigt seine Majestät

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nicht nur Krokusblütenkönigin Katja Ingwersen war eine Werbung für die Stadt. Weder Wetter noch Konkurrenz konnten die Besucher bremsen. In Scharen strömten sie zu zwei bunten Tagen nach Husum.

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erstellt am 30.Mär.2015 | 07:00 Uhr

Der Auftakt war im besten Wortsinn ver„heiß“ungsvoll. Klar, die Zahl der verbliebenen Krokusse hatte zum Zeitpunkt des nach ihnen benannten Festes überschaubare Formen angenommen. Aber das ist höhere Gewalt, und wenigstens das Wetter spielte mit. Jedenfalls am Anfang. Strahlender Sonnenschein bei der Eröffnung des Krokusblütenfestes durch Bürgermeister Uwe Schmitz. Die ging traditionell und unter großer öffentlicher Beteiligung auf der Treppe des alten Rathauses über die Bühne. Und auch die neue Krokusblütenkönigin Katja Ingwersen hatte beim Besteigen ihres Blütenthrones noch allen Grund, mit der Sonne um die Wette zu strahlen. Doch je näher der Zeitpunkt rückte, da die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt werden sollten, desto unangenehmer präsentierte sich das Wetter. Und in der Nacht auf Sonntag ging der Niesel- dann mehr und mehr in Dauer- und Starkregen über.

Aber wer die Husumer kennt, der weiß, dass die sich durch den Witterungsumschwung nicht gleich ins Bockshorn jagen lassen. Schließlich wollten sie sich – wie viele Gäste aus Nah und Fern – auf keinen Fall entgehen lassen, die gekürte Krokusblütenkönigin Katja Ingwersen aus Bredstedt in Augenschein zu nehmen. Die hatte die Tür des alten Rathauses noch gar nicht ganz geöffnet, da wurde sie von mehreren hundert Besuchern auch schon mit Beifall begrüßt. Zu ihrem Gefolge gehörte Vorvorgängerin Kira Weinrich. Unter tosendem Beifall überreichte diese der neuen Queen die Krone. Unter den ersten Gratulanten befand sich Peter Cohrs, Vorsitzender der Husumer Werbegemeinschaft, sowie Bürgermeister Uwe Schmitz. Unter den Gästen waren auch Carnival-Queen Jessica Campbell aus Kidderminster sowie die 9. Gettorfer Rapsblütenkönigin 2014 Yanina Klitzka.

Bei einem Sektempfang im alten Rathaus zeigte sich Cohrs besorgt über den Zustand der Krokusblüten im Schlosspark. „Es dürfte jedem aufgefallen sein, dass die Lücken immer größer werden.“ Die Husumer Wirtschaft werde das Krokusblütenfest weiterhin unterstützen, doch müsse die alljährliche Blütenpracht natürlich gepflegt werden, mahnte er an. „Wenn wir nichts unternehmen, könnte uns dieses Husumer Markenzeichen dauerhaft verlorengehen.“

Den ersten großen Auftritt hatte die neue Majestät Katja Ingwersen dann beim Anschnitt der Krokusblüten-Torte. Bäcker- und Konditormeister Udo Rahn hatte die viereckige Nuss-Marzipantorte kreiert und liebevoll mit lilafarbenen Hornveilchen geschmückt. Beim anschließenden Spaziergang durch den an vielen Stellen noch immer blühenden Schlosspark wurde die neue Krokusblütenkönigin nebst Gefolge ein ums andere Mal beglückwünscht. „Ich hatte heute morgen davon im Radio gehört, und das wollte ich mir nicht entgehen lassen“, verriet ein älterer Herr. Aber auch die kleinen Gäste waren begeistert vom Anblick der farbenprächtigen Hoheit. Die fünfjährige Emily aus Wester-Ohrstedt ergatterte stolz eine handsignierte königliche Postkarte.

Für Familie Schildberg aus Weilburg war das Fest „der reine Glücksfall“. „Wir sind Kurgäste und total begeistert“, bekannten die Familienmitglieder. Und die kleine Marie demonstrierte ihre Begeisterung, in dem sie überglücklich ihre Postkarte der Queen hochhielt.

Als besonderer Anziehungspunkt entpuppte sich einmal mehr der zweitägige Kunsthandwerkermarkt im Schlosshof. Aber auch der Blumen- und Pflanzenmarkt rund um die Tine war gut besucht. Und dann war da natürlich noch der verkaufsoffene Sonntag, der zum Bummeln und Genießen einlud und für den selbst Petrus ein Einsehen zu haben schien. Entgegen der Wetterprognosen zeigte er sich gestern versöhnlich. Und so war auch der Vorsitzende der Werbegemeinschaft am Ende zufrieden. „Ich denke, mit dem Krokusblütenfest macht unsere kleine Stadt im weiten Umfeld Werbung für ihre vielen schönen Seiten“, sagte Cohrs. Das zeige sich schon daran, dass diesmal besonders viele Besucher aus Hamburg, aber auch aus Dänemark nach Husum gekommen seien. Insgesamt waren es zwar etwas weniger als im vergangenen Jahr. „Aber das ist angesichts der Tatsache, dass gestern auch in Flensburg, Schleswig, Heide, Pinneberg, Kiel, Neumünster und Hamburg verkaufsoffener Sonntag war, gut zu verschmerzen“, so Cohrs.

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