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Mobilitätskonzept Innenstadt Husum 2025 : Ein ganz neues Innenstadt-Gefühl

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Umgestaltung der Großstraße als Schwerpunkt: Das Mobilitätskonzept 2025 ist fast fertig – am 5. Februar wird es im Rathaus den Bürgern vorgestellt. Bauamtschef Rudolf Hölscher hofft auf zahlreiche Interessierte.

Große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus: Das Mobilitätskonzept 2025 für die Husumer Innenstadt ist auf der Zielgeraden. Und die bisherigen, schon sehr weit gediehenen Ergebnisse werden am Donnerstag, 5. Februar, von 18.30 bis 20.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses der Öffentlichkeit vorgestellt. „Ein Jahr lang wurde sehr intensiv an dem Konzept gearbeitet und jetzt gibt es deutlich mehr Empfehlungen als noch offene Diskussionspunkte“, sagt Bauamtsleiter Rudolf Hölscher. Das freue ihn umso mehr, als die Arbeitsgruppe sehr heterogen besetzt ist und durchaus unterschiedliche Interessen zur Sprache kamen. Vertreter von Verwaltung und Wirtschaft, Tourismus, Kirche, Seniorenbeirat und Polizei, der Behinderten- und die Gleichstellungsbeauftragte und noch einige mehr hatten „vom Klima her sehr angenehme Sitzungen, die meist länger als geplant dauerten“. Und Ergebnisse erzielt, die von der politisch besetzten Lenkungsgruppe ausdrücklich gelobt wurden.

Dreh- und Angelpunkt des Konzepts ist die Umgestaltung von Markt und Großstraße. „Den Bereich von der Schulstraße bis zur Hohlen Gasse  wollen wir in eine gemeinsam genutzte Verkehrsfläche, einen sogenannten Shared Space umwandeln“, erläutert Hölscher. Das bedeutet: Es gibt keine klassische Fahrbahn, keinen Radweg und keinen Gehsteig mehr, sondern einen Platz, der ohne regelnde Verkehrsschilder „dem freien Spiel der Kräfte“ überlassen wird, wie der Bauamtsleiter es ausdrückt. „Das hat in anderen Städten schon gut funktioniert. Einer passt dann auf den anderen auf.“

Voraussetzung dafür ist aber eine erhebliche bauliche Veränderung des  Bereichs, nämlich eine Niveau-Gleichheit der  gesamten Fläche ohne Bordsteine. „Das ist uns schon mit Blick auf die Barrierefreiheit ein großes Anliegen“, so Hölscher. Die Kosten für einen solchen Umbau seien allerdings noch nicht beziffert. Und es sei auch noch nicht klar, ob es dafür Fördergelder gibt.

Hauptziel des Konzeptes sei es, die „Erreichbarkeit der Innenstadt sicherzustellen, gleichzeitig aber den vermeidbaren Verkehr da herauszunehmen“. Der Vorschlag, dafür auf die Zufahrt zum Parkhaus von der Großstraße aus zu verzichten, sei zunächst bei der Wirtschaft auf wenig Gegenliebe gestoßen. Aber mit dem Bau des  Einkaufszentrums auf dem Areal des ehemaligen Hertie-Hauses werde ohnehin eine neue Verkehrsführung notwendig, denn hier ist eine Zufahrt zum integrierten Parkhaus über Quickmarkt und Schlossstraße geplant (wir berichteten). „Dann müssen einige derzeitige Einbahnstraßen wieder für einen Zwei-Richtungs-Verkehr freigegeben werden“, sagt der Bauamtsleiter.  Und den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) wolle man ebenfalls zum Teil umleiten. „Wenn da drei große Busse hintereinander an der Haltestelle in der Großstraße stehen, ist das ein wenig bedrohlich. Deswegen sollen die Überlandlinien woanders halten.“  Zum Beispiel in der Ludwig-Nissen-Straße. „Da könnte man eine Haltestelle mit Überdachung auf einer Mittelinsel einrichten.“

Zudem steht ein  modernes, dynamisches Parkleitsystem, „das diesen Namen auch verdient“, auf der Wunschliste  der Planer.  „Ob wir eins bekommen, hängt natürlich von der Finanzierung ab“, so der Bauamts-Chef. Immerhin sei so ein System im digitalen Zeitalter aber viel preiswerter und einfacher einzurichten als früher. Viele Ideen also, die den Bürgern nahegebracht werden sollen. „Und deswegen hoffen wir, dass am Donnerstag möglichst viele kommen.“

 

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erstellt am 03.Feb.2015 | 16:45 Uhr

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