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Husum Harbour : Ein Festival mit großer Strahlkraft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im April geben sich wieder Singer und Songwriter im Speicher ein Stelldichein: Der Vorverkauf für das „Husum Harbour“ hat begonnen. Mit dabei sind unter anderem Thees Uhlmann und „The Bronze Medal“.

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 18:48 Uhr

Bereits zum sechsten Mal wird im Speicher an der Hafenstraße am Wochenende 9. und 10. April das Singer-Songwriter-Festival „Husum Harbour“ über die Bühne gehen. Mit dabei sind dann Thees Uhlmann, „The Bronze Medal“, „The Lake Poets“, „and the golden choir“ sowie „Hannaford“. Die Künstlerauswahl ist im wesentlichen inspiriert von eigener Euphorie und Begeisterung. Sebastian Madej, der die Künstler auswählt, bucht nur Musiker, die er selbst gut findet. Gleichzeitig möchte die Speicher-Crew dem Publikum abwechslungsreiche und unterhaltsame Stunden mit wenig Bekanntem und vielen Entdeckungen bereiten. Alle auftretenden Künstler haben die Qualität, ihr Publikum live absolut in ihren Bann zu ziehen. Das gilt vor allem für „The Bronze Medal“, mit denen der Sonnabendabend abgeschlossen wird: Der Großteil des Publikums wird sie noch nicht kennen, aber die Veranstalter sind sicher, dass sie überzeugen werden – und dass am Ende der ganze Speicher tanzt.

Thees Uhlmann tritt längst nicht mehr in so kleinen Spielstätten auf, es ist folglich eine ganz besondere Ehre und Freude für den Speicher. Seine Lesung bildet den krönenden Abschluss am Sonntag. Uhlmann ist Musiker und Autor. Mit seiner Band „Tomte“ und als Solo-Künstler feiert er große Erfolge, sein jüngstes Solo-Album erreichte Platz zwei der deutschen Album-Charts. „Sophia, der Tod und ich“ ist sein erster Roman, der es ebenfalls auf die Bestsellerliste schaffte. Thees liest am Sonntagvormittag aus diesem temporeichen, hochkomischen und berührenden Roman über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens.

„The Bronze Medal“ kommen aus Bath in England und spielen entschleunigt-behutsamen Indiefolk. Die Briten haben keine Eile, auch nicht mit dem Berühmtwerden. Sie suchen sich ihre Orte aus und spielen – noch – bei kleinen, feinen Festivals wie etwa dem „Haldern Pop“. Ihr Debut-Album „Darlings“ haben sie in Reykjavik mit Valgéir Sigurdsson aufgenommen, der bereits mit Björk, Feist, Damon Albarn und Sigúr Ros gearbeitet hat. Ein spannender Hoffnungsträger für Freunde von geduldigen Grower-Songs, Indiepop-Intimität, folkigem Kaminknistern und minimalistischen Song-Strukturen.

Hinter „The Lake Poets“ verbirgt sich der Instrumentalist, Sänger und Songschreiber Martin Longstaff. Die Lieder und der Gesang des Engländers sind von purer Schönheit. Sein erstes Album wurde in Nashville von Dave Stewart produziert, der als ein Teil der „Eurythmics“ weltweit bekannt ist. Longstaff ist inzwischen ein gefragter Gast auf Festivals wie Glastonbury und „T in The Park“. Er singt über die Schwierigkeiten, erwachsen zu werden, und über so große Themen wie die Liebe und den Tod.

Mit „and the golden choir“ erschafft Tobias Siebert eine Band, die es gar nicht gibt. Er ist Schlagzeuger, mitunter Gitarrist, und wenn seine filmisch verreisten Texte gesungen werden müssen, dann eben Sänger. Das funktioniert so gut, dass Siebert für sein Album wirklich nach und nach alle Instrumente einspielt, Stück für Stück aufzeichnet. Die nicht existierende Band dreht sich bei Konzerten auf Schallplatten knisternd feierlich neben ihm im Kreis und hält die Wucht der vielen aufgenommenen Sieberts mühelos zusammen, während der echte Protagonist vertieft die um sich aufgereihten Instrumente bedient.

Songs und Atmosphäre haben bei „Hannaford“ die gleiche Priorität. Sorgfältig werden mithilfe eines Loopers Flächen und Töne geschichtet und dabei niemals ein Sound zuviel erzeugt. Die Klangwelten werden durch die Stimme von Martin Hannaford zusammengehalten. Hannaford kennt man als Gitarristen von „Honig“, doch wo dort seine Gitarren-Sounds die Songs farblich ergänzen, werden sie hier in den Vordergrund gestellt.

Wer Karten haben will, sollte sich beeilen: Erfahrungsgemäß gehen aufgrund der Strahlkraft der Veranstaltung die meisten Tickets in die Region und die Storm-Städter haben das Nachsehen, wenn sie nicht sofort zugreifen. Beginn des Festivals ist am Sonnabend, 9. April, um 19.30 Uhr, Einlass eine Stunde vorher. Am Sonntag, 10. April, geht es um 11.30 Uhr weiter, Einlass ist dann um 11 Uhr. Eintrittskarten für einen oder beide Tage gibt es ab jetzt im Kunden-Center der Husumer Nachrichten, Markt 23, direkt im Speicher sowie im Internet unter www.reservix.de.

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