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„Turn around“ im Nordsee-Congress-Centrum : Ein Festival als Abschluss-Arbeit

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mathis Moßner ist angehender Veranstaltungstechniker im Husumer NCC – und hat mit den anderen Azubis ein besonderes Event auf die Beine gestellt. Neun Bands machen acht Stunden lang nonstop auf zwei Bühnen Musik.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 13:00 Uhr

Ausbildungen enden gewöhnlich mit Prüfungen, das ist normal. Dass ein Auszubildender aber am Ende seiner Lehrzeit ein komplettes Musik-Festival auf die Beine stellt, ist schon etwas Besonderes. Doch genau das hat Mathis Moßner mit dem am Sonnabend, 7. Mai, steigenden „Turn around“-Festival gestemmt – als angehende Fachkraft für Veranstaltungstechnik im Nordsee-Congress-Centrum (NCC) und mit Unterstützung der anderen acht Azubis aller Ausbildungsrichtungen des Hauses. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir dieses Format anbieten können und dass die jungen Leute diese Verantwortung übernommen haben“, sagt Messechef Peter Becker, der nach eigenem Bekunden „überhaupt keine Arbeit“ mit dem Projekt hatte: „Ich musste nur zustimmen, als mir die Idee vorgelegt wurde.“

Und die hat ganz spezielle Ansätze: „Neun Bands sind acht Stunden lang im großen NCC-Saal zu hören, von 17 bis 1 Uhr nachts“, erläutert Moßner. „Und zwar auf zwei Bühnen an den gegenüberliegenden Enden des Saales, eine in schwarz gehalten und die andere in weiß. Wenn die eine Band aufhört, hat die nächste schon ihre Instrumente aufgebaut und fängt sofort an zu spielen, und die Gäste müssen sich nur umdrehen, wenn es weitergeht.“ So erklärt sich auch der Name „Turn around“.

Von Rock und Metal über Singer/ Songwriter bis hin zu Funk und Soul reiche das Programm, ergänzt Kristin Hultzsch, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau im ersten Jahr. „Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei.“ Und die Künstler treten ohne Gage oder nur gegen eine Aufwandsentschädigung auf, denn ein Teil der Eintrittsgelder geht an den Runden Tisch Husum und soll dessen unabhängige Frauengruppe unterstützen. „An der Bar kann man dafür auch den Becherpfand spenden.“

Eine Kooperation gibt es mit dem Shamrock (Osterende 137): „Da ist die After-Show-Party und dort kann man auch Tickets bekommen“, sagt Moßner. Überhaupt hat der Vorverkauf schon begonnen – im Shamrock und in anderen bekannten Vorverkaufsstellen wie dem Kundencenter der Husumer Nachrichten (Markt 23) sowie online unter www. eventim.de. „850 Besucher können wir unterbringen – und ich bin zuversichtlich, dass wir diese Zahl erreichen“, sagt Becker. Dafür wird auch kräftig die Werbetrommel gerührt – nicht nur im Internet auf der Seite www.turnaround-festival.de und bei Facebook unter www.facebook.com/turnaround.festival, sondern auch mit selbstentworfenen Postkarten der NCC-Azubis und vielen Plakaten. „Die Budget-Planung, die mir vorgelegt wurde, war auskömmlich gestrickt – und bei so einem fantastischen Ansatz nehmen wir auch gern etwas mehr Geld für Werbung in die Hand“, so Becker.

Er ist sicher, dass Mathis Moßner für diese ungewöhnliche Abschlussprüfung eine gute Note einfahren wird. „Und es ist ja auch eine prima Reklame für den Beruf, da freuen wir uns schon auf neue Bewerber.“ Auch Gregor Stein von der Industrie- und Handelskammer (IHK) sieht die Aktion als wunderbares Beispiel dafür, wie großartig die duale Ausbildung – im Betrieb und in der Berufsschule – sein kann. „Es muss nicht immer ein Bachelor-Studium sein.“

Die Bands und die Sponsoren

Crude Influence Alternative-Rock aus Bad Oldesloe mit gitarrenlastigen Sounds

Deichbrecher Lachen erlaubt: Deutsch-Akustik-Pop-Rock-Quintett aus Husum

Falling Gravity Smarte Alternative-Combo aus Husum mit charismatischer Frontfrau

Inflator Vom Progressive zum Alternative Metal: Fünf Hamburger lassen es krachen

Kleinstadtpioniere Die Einfachheit von Popsongs gepaart mit Punkrock-Power

Lioba & Band Die Songs der Hamburgerin sind funkig, soulig, balladig – und tanzbar

Melted Ego Hardrock aus Norddeutschland mit melodiösen, kraftvollen Balladen

Satellite on Earth Das Trio aus Hamburg bewegt sich zwischen Bossa und den 60s

The Monster in Room 77 Griffiger Old-School-Punkrock aus Lübeck und London


Als Sponsoren fungieren der Getränkehändler Tadsen, der Energy-Drink-Hersteller Magu und die Firma GartenSchön

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