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Spannung bis zum Schluss : Ein Fest für Krimifans

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

900 Besucher kamen zu den dritten Nordsee-Krimitagen, allein 500 lockten die Lesungen nach St. Peter-Ording. Zum Abschluss las Hannes Nygaard aus seinem 25. Krimi.

Zwölf Tage lang sorgten an der Nordseeküste eine ganze Reihe von Kriminalfällen für helle Aufregung. In den Büchereien von St. Peter-Ording, Tönning, Büsum, Heide, Leck, Tondern und auf Sylt, aber auch in der „Alten Druckerei“ in Wyk auf Föhr, in der „Sturmflutenwelt Blanker Hans“ in Büsum, im NordseeCongressCentrum Husum und im Multimar Wattforum in Tönning war es immer spannungsgeladen, wenn die insgesamt 15 Autoren ihre Küstenkrimis von der Nordsee vorstellten. Es war höchst „Nordverdächtig“ – so das Motto der dritten Nordsee-Krimitage.

Zur Abschlussveranstaltung war Hannes Nygaard mit seinem 25. Krimi „Flut der Angst“ in das Dünen-Hus nach St. Peter-Ording gekommen. Zunächst unternahm er als Fast-Polit-Comedian einen Ausflug in die aktuelle Landespolitik, erinnerte an das gegen Polen verlorene Länderspiel, kam zum HSV und über die Raute zur Bundeskanzlerin. Er stellte durch direktes Fragen fest, dass die meisten der 60 Zuhörer nicht aus St. Peter-Ording kamen. Er tröstete sie auf seine Art: „Wir Nordfriesen sind nett und freundlich zu den Gästen. Manchmal bringen wir sie auch um.“ Auf einem scheinbaren Umweg und amüsant führte er sie dann zum Tatort seines neuen Buchs. Die Geschichte beginnt direkt in Husum am Hafen. Es gibt zwei Tote. Von Husum geht es nach Hannover, nach Brunsbüttel, Cuxhaven und Wischhafen, an die Elbe und an die Oste. Es geht um Containerschiffe, um einen Beamten der EU. Mitarbeiter einer US-Sicherheitsfirma tauchen auf. Trecker sind bei Nebel auf Verfolgungsfahrt im Watt vor Neuwerk unterwegs. Fünf Polizeibeamte haben richtig zu tun. Schwierig genug ist die Aufklärung der beiden Mordfälle. Nygaard führt in seinem Roman die Protagonisten seiner bisherigen Krimis Christoph Johannes und Wilderich Große Jäger aus Husum, Lüder Lüders vom LKA Kiel sowie Frauke Dobermann und Jakob Putensenf aus Hannover zusammen. Unweigerlich erhält der Leser bei „Flut der Angst“ neben politischen und wirtschaftlichen Themen heitere und vergnügliche Krimikost mit viel Lokalkolorit. Die Zuhörer waren begeistert, Nygaard erntete viele Lacher.

Andreas Falkenhagen, erneut Koordinator der Krimitage, zog als Leiter der Gemeindebücherei St. Peter-Ording eine positive Bilanz. Kein Wunder, gab es außer den Lesungen mit verschiedenen Autoren auch besondere Veranstaltungen: Im Kino „Nordlicht“ in St. Peter-Ording wurde „Das Haus an der Stör“ aus der Fernsehreihe „Stahlnetz“ gezeigt. Ein Ex-Kripobeamter erzählte vom Originalfall. Der Abend war ausverkauft. Das Autorenduo Ina Rometsch und Martin Verg führte für Kinder eine szenische Lesung in der Gemeindebücherei auf. Ferner gab es einen „Kölschen Krimi Kaffee“, eine Lesung im Pfahlbau Strandhütte, ein Dinner Krimissimo im Restaurant Friesenstube in St. Peter-Ording und eine Krimibustour mit Frank-Peter Hansen nach Nordstrand zu den Tatorten seines Romans „Salzwiesentod“. Die Veranstaltungen in St. Peter-Ording sprachen fast 500 Interessierte an, rund 400 Besucher wurden an den anderen Orten gezählt. Ermöglicht wurden die Nordsee-Krimitage durch Zuwendungen der Nord-Ostsee-Sparkasse, der Stiftung Nordfriesland, von Syndikat (Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur) sowie der Verlage emons und Gmeiner.

Die nächsten Krimitage finden im Herbst 2016 statt. Für alle, die nicht so lange warten wollen, läuft die Reihe „Küsten-Crime“ in der Gemeindebücherei weiter. Nächster Termin ist am 29. Oktober. Dann wird Falkenhagen wieder selbst neue Krimis vorstellen.

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erstellt am 14.Okt.2014 | 07:00 Uhr

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