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Kulturnacht Friedrichstadt : Ein Fest für die Sinne

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Friedrichstädter Kulturnacht wird am Sonnabend, 29. August, von Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk eröffnet. Erstmals ist in diesem Jahr auch das Rathaus als Ausstellungsort mit dabei.

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erstellt am 29.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Am Sonnabend, 29. August, erwartet die Friedrichstädter ein Abend voller Überraschungen: Um 18 Uhr eröffnet Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge die Friedrichstädter Kulturnacht. Abwechslungsreich wird es auch deswegen, da Kunst und Kunsthandwerk nicht mehr nur von einheimischen Künstlern präsentiert werden. Das ist der erste Erfolg eines Workshops, in dem viele Ideen entwickelt wurden, die teilweise auch schon bei der diesjährigen Veranstaltung umgesetzt werden. Ein Fest für die Sinne soll es werden, und die Kunstschaffenden der Stadt haben Kollegen angesprochen, ob diese nicht an der Veranstaltung teilnehmen wollen – mit Erfolg.

Unter anderem ist nun erstmals das Rathaus als Ausstellungsort mit dabei. Dort zeigt die Bildhauerin und Malerin Raymonde Marcher Greinix aus dem österreichischen Graz eine Auswahl ihrer Arbeiten. Sie ist seit 2010 Mitglied der Sezession Graz. Dieser künstlerische Zusammenschluss besteht bereits seit 1923. Die Mitglieder haben sich stets mit den künstlerischen Problemen der Zeit beschäftigt und waren auch Pioniere des neuen Stils. Raymonde Marcher Greinix arbeitet seit 1988 als freischaffende Künstlerin.

Den Weg in das Rathaus hat auch die Kinderbuchillustratorin Eva Muggenthaler aus Fürth gefunden. Erst im vergangenen Jahr waren ihre Werke in einer Gemeinschaftsausstellung zusammen mit denen von Einar Turkowski und Jens Rassmus unter dem Titel „Schattentiere und Sonnengucker“ im Nordsee-Museum in Husum zu sehen. Und auch die gebürtige Schleswigerin, mittlerweile in Nordfriesland lebende Bildhauerin Sigrid Stegemann zeigt Arbeiten im Rathaus. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Holzbildhauerin an der Werkkunstschule in Flensburg. Um auch die Steinbildhauerei und den Bronzeguss zu erlernen, schloss sich ein fünfjähriges Bildhauerstudium an der Academia di belle Arti in Carrara, Italien, an.

Doch die Friedrichstädter Kulturnacht bietet viel mehr. Es beteiligen sich auch Ursula Dietze, Wolfgang Groß-Freitag, Inka Langer, Antoinette Mack und Thomas Weisenberger – alle sind Mitglieder der Gruppe Kunstklima aus Eiderstedt. Frank Timrott zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien, der Düsseldorfer Achim Schmacks präsentiert Arbeiten aus der Serie „Schwarzist“ und Jennifer Timrott Treibholzbilder. Regina Kluth und Corinnas Röthing stellen Menschen und Landschaften in Acryl und Solvej Krüger Unikate im Taschenformat vor.

Kosmos und Mensch ist das Thema von Johan Strandt aus Timmendorfer Strand, der Österreicher Hans Eggbauer baut Skulpturen aus Schrott. Nicht aus irgendeinem Schrott, sondern nur aus alten Gerätschaften: beispielsweise aus Pflügen, Werkzeugen oder Schaufeln. Dabei versucht er das Aussehen der einzelnen ursprünglichen Formen möglichst wenig zu verändern. Die Hamburger Bildhauerin Marion Andresen präsentiert Bronzeplastiken, Fotokünstler Niklas Möller stellt Landschaftsimpressionen vor. Dagmar Kiesewetter zeigt außergewöhnlichen Schmuck, Thomas Freund Landschaften und Stillleben und Gesche Krause demonstriert Orimoto, die Kunst Bücher zu verfalten. Maia Ziaja sowie Markus Jung präsentieren Gebrauchskeramik, und Linde Reinecke stellt Porträtplastiken vor. Inge von Krottnaurer schließlich zeigt Collagen aus scheinbar nutzlosen Papier- und Pappresten. Zudem gibt es im Stadtmuseum Alte Münze eine Ausstellung zur Stadtgeschichte, in der St.-Christophorus-Kirche kann das historische Uhrwerk im Turm besichtigt werden, und die Schauspielerin Gabriela Ortega liest Verse von William Shakespeare.

Bei Theorie & Praxis am Marktplatz gibt es das „Café international“, in der Keramikwerkstatt Stümpel erzählen 15 Künstler aus Nordfriesland, die jeweils ein Gefäß gestaltet haben, eine Geschichte, und dort liest auch Jan Stümpel in seiner Buchhandlung. In der Goldschmiede Wickord gibt es den Vortrag eines Diamantengutachters und einen weiteren über die Suche nach den Edelsteinen.

Weitere Informationen unter: www.kulturnacht.sh.

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