zur Navigation springen

20 Spielmannszüge in Langenhorn : Ein Fest für die Ohren und Augen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

„Musik ist Trumpf“: 20 Vereine füllten dieses Motto bei den Landesmeisterschaften der Spielmannszüge in Langenhorn mit Leben.

Hochkarätige Wettbewerbe und ein ausgefeiltes Show-Programm: Die 27. Landesmeisterschaften der Spielmannsvereinigung Schleswig-Holstein (SVSH) boten den Besuchern ein echtes Highlight. Spielleute aus 20 Vereinen waren nach Langenhorn angereist, um in der Mehrzweckhalle und auf dem Sportplatz der Friedrich-Paulsen-Schule das Motto „Musik ist Trumpf“ mit Leben zu füllen.

Als Ausrichter und Organisatoren des klangvollen Ereignisses taten sich die Ehrenamtler des Spielmannszugs (SZ) Langenhorn mit ihrem Vorsitzenden Meinhard Koch an der Spitze hervor. Bürgermeister Horst Petersen hatte die Schirmherrschaft übernommen und wünschte neben dem Vorsitzenden der SVSH, Udo Wohnsen, viel Erfolg und Spaß. „Ich bin stolz, dass es dem Vorstand des SZ Langenhorn gelungen ist, die Meisterschaft in unsere Gemeinde zu holen. Ich danke allen Freiwilligen für den Einsatz“, so der Gemeinde-Chef. Sein Stellvertreter Sven Kloos moderierte. Für alles war gesorgt – vom leiblichen Wohl aller bis hin zur Unterbringung der Spielleute zum Einstimmen oder Ausruhen in den Klassenräumen. Schließlich galt es, einen strammen Zeitplan abzuarbeiten.

„Das ist hier ein richtiges Familienfest, bestimmt durch gute Atmosphäre und tolle musikalische Leistungen“, stellte der SVSH-Vorsitzende fest. Gänsehaut-Momente und bunte Foto-Motive hielt nicht nur die Siegerehrung am Ende bereit, sondern schon der frühe Morgen. Da hatten sich alle Spielmanns- und Fanfarenzüge in ihren farbenfrohen Kostümen aufgestellt, um feierlich vereidigt zu werden und die Schleswig-Holstein-Hymne zu spielen. Danach ging es in die Halle zu den Konzert-Wertungen.

„Die Anspannung der Spieler ist hier besonders groß – da muss alles stimmen“, stellte die Vorsitzende des Musik-Corps Horst fest. Mucksmäuschenstill war es, als die Akteure unter den strengen Augen und Ohren der Wertungsrichter ihr Können zeigten. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Marsch- und Show-Bewertungen. „Wir haben Auftitte von höchster Qualität gesehen“, waren sich die Wertungsrichter Ralf Hesse sowie Ralf und Marcus Subat am Ende einig. Die Spielmannszug-Musik habe sich im Laufe der Zeit gewandelt und sei moderner geworden, ohne die Wurzeln der Tradition zu vernachlässigen. Es komme auf Klangreinheit, Rhythmik, Dynamik, ein abgewogenes „Laut und Leise“ sowie Harmonie an. Alle Akteure hätten ihren hohen Ausbildungsstand bewiesen.

„In allen Vereinen wird einfach gute Jugendarbeit geleistet“, bestätigte der Chef des SVSH. Dabei wünscht sich Wohnsen, dass sich der augenblickliche Trend zu Nachwuchsproblemen in vielen Vereinen wieder umkehren ließe. Da seien solche Feste der Musik wie in Langenhorn willkommene Bausteine der Öffentlichkeitsarbeit. Musik sei für ihn persönlich schon immer das schönste Hobby gewesen.

Am Ende konnte Wohnsen fünf Landesmeister-Titel in verschieden Klassen vergeben: an den Spielmannszug Hattstedt in der Marsch-Klasse Junioren (1,11 Punkte) sowie in der Show-Klasse Junioren (1,07); an die Deutsche Jugend-Brassband (DJB) Lübeck in der freien Klasse Senioren sowie in der Marsch-Klasse Senioren (jeweils 0,79 Punkte); an den Musikzug Plön in der Klasse Blechbläser mit Ventilen Senioren (1,12 ). Weitere gute Plätze: Spielmannszug Langenhorn in der Spielmannszug-Klasse traditionell Junioren (2,25) sowie in der Klasse traditionell Senioren (1,92); Freier Fanfarenzug Niebüll in der Marsch-Klasse Senioren (1,35).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen