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Touristische Infrastruktur der Reussenköge : Ein Fahrradweg zwischen Koog und Stadt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Bau beginnt in den kommenden Tagen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,7 Millionen Euro. Die Bürger werden auf einer Versammlung am 18. Mai über die Einzelheiten informiert.

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erstellt am 12.Apr.2015 | 08:00 Uhr

Das Wetter scheint prädestiniert. Die Auswahl des Bauunternehmens ist getroffen. Somit kann der neue Radweg entlang der Kreisstraße 7 und Landesstraße 11 in den Reußenkögen in Richtung Bredstedt gebaut werden. „Wenn es trocken bleibt, wollen wir loslegen“, gibt der Bürgermeister der Reußenköge, Dirk Albrecht, das Signal. Das Tiefbauunternehmen der Firma Hoff aus Bredstedt hat den Zuschlag der Ausschreibung bekommen, wie Albrecht sagt. Die Gemeinde ist auch Träger der Baumaßnahme. Jedoch beteiligt sich die Stadt Bredstedt finanziell. Etwa 1,7 Millionen Euro verschlingt der Bau des Radwegs. „Plus Kosten für die Landkäufe sowie Ausgleichszahlungen“, rechnet Albrecht vor. Er geht von individuell verschiedenen Ansätzen aus.

Daher wird auch für die Einwohner der Reußenköge am Montag, 18. Mai, in der Koogshalle ab 19 Uhr eine Versammlung abgehalten. Entsprechende Beratungen wurden vorab bereits in der Sitzung der Gemeindevertretung auf den Weg gebracht. Für den Bürgermeister ist es wichtig, mit seinen Bürgern direkt zu sprechen. „Es werden offene Fragen beantwortet“, erklärt Albrecht – beispielsweise welchen zeitlichen Rahmen der Bau einnimmt und wo sich Anwohner beschweren können. Ferner wird der Bürgermeister in der Einwohnerversammlung auch den allgemeinen Zustand der Landesstraße in den Kögen ansprechen.

Zudem wird die bedarfsgerechte Befeuerung der Windkraftanlage ein Thema sein. Laut Albrecht wird derzeit ein Passivradarsystem für die Reußenköge installiert, das sich allerdings noch in der Testphase für die Zulassung befindet.

Das Thema Radweg beschäftigt aber nicht nur Reußenköge und Bredstedt. Erst kürzlich war Struckums Bürgermeister Andreas Petersen in der Sitzung des Amtsausschusses im Amt Mittleres Nordfriesland darauf eingegangen. Ihm ist es auch mit Blick auf den Tourismus wichtig. Der Bürgermeister sprach eine finanzielle Beteiligung für einen Ausbau eines Fahrradweges von Struckum nach Diekshörn an, der zurzeit nur aus Sand besteht. Im Amtsausschuss fand sich allerdings keine Mehrheit. Jedoch profitiert Struckum jetzt von dem Projekt der Stadt Bredstedt und den Reußenkögen, die zum Radweg an der Landesstraße 288 eine Verbindung schaffen. „Es geht um touristischen Infrastruktur“, so Dirk Albrecht. Zudem steigert sich automatisch die Verkehrssicherheit. Nordfriesen und Touristen können – egal ob aus Bredstedt oder Struckum kommend – sicher durch die Köge zur Arlaubrücke oder -schleuse gelangen, so der Bürgermeister von Reußenköge.

In der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertreter-Sitzung hatten die anwesenden Bürger ferner die Möglichkeit, sich mit dem Verbandsvorsteher Dr. Edgar Techow des Zweckverbands Beltringharder Koog zu unterhalten. Dirk Albrecht hatte aufgrund offener Fragen zur geplanten Integrierten Station Lüttmoorsiel (wir berichteten) Techow eingeladen. Der Verbandsvorsteher konnte dort Unklarheiten zum Bau dieser Station und zum Ziel nachhaltig beantworten. Es werde ein Mehrwert für Land und Leute sowie ganz Nordfriesland geschaffen, war die einhellige Meinung nach seinen Ausführungen.

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