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Werbung für Eiderstedt : Ein erster Schritt ist getan

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

St. Peter-Ording stimmt für den Kooperationsvertrag über das Tourismus-Marketing von Eiderstedt, der am 1. Januar in Kraft tritt. Nun müssen sich die übrigen Gemeinden entscheiden.

Schon lange beschäftigt die Eiderstedter Gemeinden die Neuorganisation des Tourismus-Marketings für die Halbinsel. Nun nimmt die Lokale Tourismus Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt (LTO) langsam Formen an. In seiner Sitzung stimmte der Tourismus-Ausschuss von St. Peter-Ording geschlossen für den Kooperationsvertrag. Auch die Gemeinde Tümlauer-Koog hat bereits zugestimmt. Die übrigen 15 Eiderstedter Gemeinden, die bislang Mitglied in der Tourismus-Zentrale Eiderstedt (TZE) waren, werden nun endgültig über einen Beitritt entscheiden – außer Oldenswort, das aus der TZE ausgetreten ist. Im Mai hatte bereits die Bürgermeister-Runde grünes Licht für die Vorgehensweise gegeben. Daraufhin war der Kooperationsvertrag in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste, die den Prozess begleitet, entwickelt worden.

Die LTO wird zum 1. Januar 2015 die TZE ersetzen, deren Auflösung die Mitglieder Ende September beschlossen hatten. Träger der LTO ist St. Peter-Ording als mit Abstand größter Fremdenverkehrsort der Region. Laut Vertrag wird die Tourismus-Zentrale des Nordseebads (TZ) Basis-Marketing-Leistungen für alle Mitglieder übernehmen: die überregionale Werbung wie Messeauftritte, dann Veranstaltungskoordination und -kalender sowie die Interessenvertretung, unter anderem bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS). St. Peter-Ording übernimmt den TZE-Anteil. Die Gemeinden, die mitmachen, zahlen 2500 Euro pro Jahr und einen Anteil am NTS-Beitrag. „Damit können wir 2015 allerdings noch keine großen Sprünge machen“, sagte St. Peter-Ordings Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier in der Sitzung.

Die Mitglieder werden künftig einmal im Jahr von der TZ St. Peter-Ording über die umgesetzten und geplanten Maßnahmen informiert. Die Kommunen, die eine eigene Tourist-Info mit hauptamtlichen Personal betreiben, wie Tönning und Garding, gehören dem LTO-Werbeausschuss an, der von der TZ St. Peter-Ording geleitet wird. Der Ausschuss wird über die vereinbarten Basisaktivitäten informiert und kann selbst Vorschläge machen.

Balsmeier betonte, dass es ein erster, wenn auch kleiner Schritt sei. Aber: „Aus dem Rahmenvertrag wird sich auf Dauer mehr entwickeln.“ Es wird angestrebt, innerhalb von drei Jahren zu einer rechtlich eigenständigen LTO mit professionellen Organisations- und Finanzierungsstrukturen zu kommen. „Es wird ein langwieriger Weg werden, aber es macht Sinn, St. Peter-Ording und Eiderstedt mittelfristig als eine Tourismus-Region zu präsentieren – auch unabhängig davon, dass die Landesregierung die LTO will.“ Aber: Es müssten alle Gemeinden mitmachen. In der neuen Struktur kann dann auch ein Problem angepackt werden, das zu Beginn der Sitzung von zwei Tönningerinnen angesprochen worden war. Sie monierten, dass Urlauber aus Tönning ab dem zweiten Strandbesuch in St. Peter-Ording drei Euro Kurabgabe zahlen müssten – zusätzlich zu den zwei Euro in Tönning. Warum es keine einheitliche Abgabe für Eiderstedt gäbe? „Dann müssten sich die Gemeinden an den touristischen Infrastrukturkosten von St. Peter-Ording beteiligen“, sagte Balsmeier. Der Tourismus-Ausschuss wird sich mit dem Thema befassen. Es soll Gespräche geben.

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erstellt am 06.Nov.2014 | 14:15 Uhr

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