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Präsentation im Gemeinderat : Ein eigenes Wappen für Viöl

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dem Gemeinderat von Viöl wurde in seiner Sitzung ein Entwurf des Gemeindewappens vorgestellt. Das Gremium sprach sich gegen Privilegien für Feuerwehr-Mitglieder aus. Ein neues Einsatzfahrzeug soll angeschafft werden.

Die Gemeinde Viöl bekommt ein neues Gemeindewappen. Einen vielversprechenden Entwurf präsentierte Heinrich Schmit-Durdaut dem Gemeinderat. Der blaue Wellenbalken steht für die Arlau, die das Gemeindegebiet durchfließt. Das Prankenkreuz befindet sich im Tympanon des Südportals der Viöler Kirche. Es ist Zeugnis für das Alter der Kirche (erbaut um 1100). Die Sterne geben die Anzahl der Viöler Ortsteile wieder. Sie stehen für Boxlund, Eckstock, Hochviöl, Hoxtrup, Kragelund und Viöl. Die Farbgebung orientiert sich am Wappen des Amtes Viöl. Damit soll auf die enge Verbundenheit zwischen Amt und Gemeinde durch Namensgebung und Amtssitz hingewiesen werden.

In wenigen Wochen beginnt die Schwimmbadsaison in Viöl. Für die Wasserratten ist bereits alles bestens vorbereitet. Allerdings wird für den Kioskbetrieb noch ein Mitarbeiter gesucht, der während der Saison den Freibad-Gästen unter anderem Chips und das Eis verkauft. „Wir suchen jemanden, der Spaß daran hat", so Bürgermeister Heinrich Jensen in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung. Weiter ging er auf die Asylbewerber-Situation im Amtsbereich Viöl ein. 64 würden in diesem Jahr im Amt aufgenommen, davon kämen 20 direkt nach Viöl. Für die erforderliche Unterkunft stünden ausreichende Wohnungen zur Verfügung.

Im Westerende wurde vor wenigen Wochen eine Geschwindigkeitstafel aufgestellt. „Innerhalb von fünf Tagen wurden mehr als 16.000 Lkw und Pkw gezählt. Der schnellste Verkehrsteilnehmer war mit 90 Stundenkilometern unterwegs, so der Bürgermeister, die meisten hätten sich aber an die erlaubte Geschwindigkeit gehalten. Daher bestehe kein Bedarf, weitere Kontrollen durchzuführen.

In der Sitzung berichtete Bauausschuss-Vorsitzender Armin Grünberg darüber, dass die Meierei mit ihrem Neubau im Gewerbegebiet eine eigene Kläranlage errichtet. Mehr als 16.000 Euro nahm die Gemeinde im vergangenen Jahr an Spenden ein. So wurde unter anderem für die Feuerwehr, den Dörpsplatz sowie für einen Defibrilator und Sportgeräte gespendet.

Der Dorfbrunnen soll neu gestaltet werden. Die vorhandenen Betonteile sollen entfernt und drei miteinander verbundene flache Teiche entstehen. Freier Eintritt für die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte und deren Familien in allen Schwimmbädern des Amtes Viöl lautete ein Antrag, der allerdings im Gemeinderat auf Skepsis stieß. Auch in den einzelnen Fraktionen wurde dieses Thema diskutiert und wie im Finanzausschuss abgelehnt. „Wir haben größten Respekt für die Arbeit aller Ehrenamtler und sind ihnen zu großen Dank verpflichtet“, stellte Heinrich Jensen klar. „Wir wollen aber keine Privilegien für bestimmte ehrenamtliche Helfer einführen.“ Gemeindewehrführer Michael Schultz nahm die Diskussion ganz entspannt. „Wir machen den Dienst bei der Feuerwehr nicht, um dafür Privilegien zu erhalten.“ Diese Sichtweise machte die Entscheidung der Gremiums-Mitglieder einfacher. Und so wurde der Antrag mit Mehrheit abgelehnt. Dagegen wurde dem Antrag für ein neues Fahrzeug nach eingehender Beratung zugestimmt. Für das 27 Jahre alte Löschfahrzeug (LF 8) gebe es keine Ersatzteile mehr. Schultz: „Nicht auszudenken, wenn das Fahrzeug auf dem Weg zum Einsatz plötzlich ausfällt.“ Die Viöler Feuerwehr sei personell gut aufgestellt und auch die Ausrückzeit sei bestens. „Wir werden alles unternehmen, um ein neues Fahrzeug anzuschaffen“, versprach Bürgermeister Heinrich Jensen. Auch der Finanzausschuss hatte bereits empfohlen, 280.000 Euro für ein LF 10 in den Investitionsplan 2016 aufzunehmen. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

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