Kreismusikschule Nordfriesland : Ein Bildungszentrum als Treffpunkt

Haben sich  bei der Liedermacherwerkstatt mit Timo Ploog  kennengelernt: Ute Kitschke und Annika Petersen sind „Twej und Meer“.
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Haben sich bei der Liedermacherwerkstatt mit Timo Ploog kennengelernt: Ute Kitschke und Annika Petersen sind „Twej und Meer“.

Die Kreismusikschule Nordfriesland nimmt den gesellschaftlichen Wandel an: Sie setzt vermehrt auf Workshops, Projekte, Konzerte und andere Events. Und: 180 Schüler fahren zum 3. Dänisch-Deutschen Musikschultag im und am Schloss Gottorf in Schleswig.

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11. Juni 2014, 11:00 Uhr

1300 Teilnehmer, 100 Ensembles, 40 Stunden Musik von Barock bis Heavy Metal auf 15 verschiedenen Bühnen – am Sonnabend (14.) findet im und rund ums Schloss Gottorf in Schleswig der 3. Dänisch-Deutsche Musikschultag statt. Mit dabei sind in diesem Jahr auch 180 Schüler der Kreismusikschule Nordfriesland in 15 Ensembles.

„Die Veranstaltung ist zu einer festen Einrichtung geworden“, freut sich Musikschulleiter Henning Bock. Am Anfang stand die Vision der Musikschulleiter, eine grenzüberschreitende Kulturregion Sønderjylland-Schleswig zu schaffen. Das ist nun fünf Jahre her. Die sieben öffentlichen Musikschulen stellten das Projekt des Dänisch-Deutschen Musikschultags auf die Beine. Premiere war vor zwei Jahren in Husum. Seitdem geht der Veranstaltungsort reihum.

Erst ihren zweiten öffentlichen Auftritt werden in Gottorf Ute Kitschke und Annika Petersen haben. Die beiden Husumerinnen haben sich während eines Liedermacher-Workshops der Kreismusikschule kennengelernt. Gemeinsam gründeten sie die Band „Twej und Meer“. Mit Hilfe des Kursleiters Timo Ploog verbesserten sie ihr Gitarrenspiel, trainierten Gesang und lernten Wichtiges über die Kunst des Songwritings. „Dieser Workshop war ein absolutes Novum in unserem didaktischen Angebot“, betont Henning Bock. Das ist Teil der konzeptionellen Öffnung der Musikschule Richtung Popularmusik und gezielten Angeboten für Erwachsene.

Im Rahmen des neuen Treffpunkts Musik wird die Musikschule künftig vermehrt auch Workshops, Projekte, Konzerte und andere Events anbieten. „Die Gesellschaft hat sich gewandelt“, erklärt Bock. „Es gibt heute größeres Interesse an projektorientierten, abgeschlossenen Kursen.“ Die Schule wolle nicht nur Kultur und Bildung bieten, sondern auch Treffpunkt sein. „Es soll eine Plattform geben, um gemeinsam zu musizieren, ohne dass regelmäßig ein Kurs besucht werden muss“, ergänzt Wiebke Wucher, stellvertretende Schulleiterin. Geplant ist etwa ein Irish-Folk-Projekt am 19. Juni. Am 22. Juni findet offenes Singen statt und auch eine neue Liedermacher-Werkstatt startet an diesem Tag. Wie bedeutend Musikschulen als Träger kultureller Bildung sind, stellte jetzt Schleswig-Holsteins Kulturministerin und Schirmherrin des Dänisch-Deutschen Musiktages, Anke Spoorendonk, mit der Auszeichnung „Kulturort“ heraus. Allen Musikschulen des Landes wurde eine entsprechende Plakette überreicht. „Das ist eine schöne Wertschätzung für unsere Arbeit“, freut sich Henning Bock.


Info zum Musikschultag: www.daenisch-deutscher-musikschultag.com. Info zu Angeboten der Kreismusikschule im Rahmen des Treffpunkts Musikschule unter Telefon 04841/8973123.

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