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100 Jahre Elektrizität : Ein Bild und schöne Worte

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100 Jahre Strom in Husum: Am Binnenhafen wurde erst ein großformatiges Gemälde von Gesche Nordmann enthüllt, später feierten die Stadtwerke mit Gästen das Jubiläum im "Thomas-Hotel"- wie schon 1909.

Husum | Als vor einem Jahrhundert die technische Abnahme des Husumer Elektrizitätswerks stattfand, freute man sich in einigen größeren Geschäften in der Stadt über nie Dagewesenes - elektrischen Strom. Am 13. Januar 1909 trafen sich im damaligen "Thomas-Hotel" in der Großstraße Stadtvertreter, Kommissions-Mitglieder und am Bau beteiligte Personen, um dieses außergewöhnliche Ereignis entsprechend zu würdigen. 100 Jahre, nachdem das erste E-Werk eingeweiht wurde, feierten die Stadtwerke dieses ebenso runde wie hohe Jubiläum zusammen mit ihren Mitarbeitern sowie dem Energieversorgungs-Unternehmen Eon-Hanse und Stadtvertretern - natürlich wieder im "Thomas-Hotel".

Die Festivitäten begannen mit der Enthüllung eines Kunstwerks, das künftig im Gebäude der Stadtwerke, Am Binnenhafen 1, als Blickfang dient. Gesche Nordmann, die in der hiesigen Region inzwischen auch liebevoll "Malerin des Windes" genannt wird, schuf ein drei Mal ein Meter großes Gemälde. Farbenfroh und einmal ganz anders hielt sie das Geschäftsgebäude auf Leinwand fest. "Viel Bewegung, viel Lebensfreude und Lebendigkeit soll dieses Bild ausstrahlen", sagte die Künstlerin. Nichts bleibe, wie es war, und bewege sich ständig, so Nordmann.
Kunstwerk bündelt Betriebs-Philosophie

Susanne Grabler, für den kaufmännischen Part zuständige Geschäftsführerin der Stadtwerke Husum GmbH, und Gabriele Bischoff-Jasiczek, Chefin der Stadtwerke-Tochter Netz GmbH, zeigten sich begeistert von dem Kunstwerk. "Es bringt die Philosophie des Unternehmens auf den Punkt", so Grabler. "Wir waren oftmals unserer Zeit voraus und haben rechtzeitig in innovative Techniken investiert", erläuterte Bischoff-Jasiczek. Stillstand habe es nie gegeben. Was seinerzeit als atemberaubende Technik empfunden worden sei, gehöre heute in die Abteilung Selbstverständlichkeit. "Spätestens bei einem Stromausfall, was immer wieder vorkommen kann, wird uns bewusst, was für eine wertvolle Errungenschaft damals auf die Beine gestellt wurde."

Bei der abendlichen Geburtstagsfeier im "Thomas-Hotel" warfen einige Redner nochmal einen interessanten Blick auf die vergangenen 100 Jahre. Das damalige Stadtverordnetenkollegium habe mit seiner Entscheidung für ein Elektrizitätswerk zukunftsweisenden Weitblick bewiesen und so den Fortschritt in der Storm-Stadt vorangetrieben, sagte Bürgermeister Rainer Maaß in seinem Grußwort. Damit könne das Untermehmen Stadtwerke auf drei Jubiläen zurückblicken: Seit 145 Jahren werde Husum mit Gas, seit 107 Jahren mit Wasser und nun seit 100 Jahren mit Strom versorgt.
Vieles habe sich in dieser Zeit nicht nur im technischen Bereich verändert. Sei die Führung des Unternehmens früher eine reine Männerdomäne gewesen, "so stehen heute zwei fachkompetente Damen an der Spitze". Und noch einen weiteren Unterschied brachte Maaß zur Sprache: "Damals musste ein Arbeiter neun Stunden schuften, damit er zehn Kilowatt Strom bezahlen konnte." Heute benötige man für die gleiche Strommenge nur fünf Minuten.
Mit Offenheit den Erfolg begründet

Auch Ido Knopp von der Eon-Hanse AG lobte das Vorgehen der Entscheidungsträger vor 100 Jahren. "Sie haben sich damals der neuen Errungenschaft beziehungsweise der Fortschrittsenergie nicht verschlossen und so den Weg für eine unglaubliche Erfolgsgeschichte in Husum erst ermöglicht."

Mit dabei waren auch die ehemaligen Stadtwerke-Chefs Claudius Stolley und Wolfgang Pahl, die mit zum Teil heiteren Begebenheiten aus ihrer jeweiligen Zeit den Abend füllten.

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erstellt am 04.Feb.2009 | 04:57 Uhr

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