Sportler setzen Zeichen : Ein Ausrufezeichen gegen Gewalt

Von Sportlern umringt:  Peter Knöfler (4. v. l.), Ulrike Lemke (6. v. l.) und Ines Dircks (7. v. l.) vom Weißen Ring mit Tove Jannsen (6. v. r.), Henning Jessen (5. v. r.), Holger Schmidt (4. v. r.) und Detlev Hansen (3. v. r.), alle TSV Husum 1875.
Von Sportlern umringt: Peter Knöfler (4. v. l.), Ulrike Lemke (6. v. l.) und Ines Dircks (7. v. l.) vom Weißen Ring mit Tove Jannsen (6. v. r.), Henning Jessen (5. v. r.), Holger Schmidt (4. v. r.) und Detlev Hansen (3. v. r.), alle TSV Husum 1875.

Der TSV Husum 1875 erweitert seine Präventionsarbeit und kooperiert dazu mit der Opferschutzorganisation Weißer Ring. Gemeinsam wurde ein Banner in der Jahnsporthalle aufgehängt.

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27. November 2013, 07:00 Uhr

Das Thema Gewaltprävention findet immer mehr Beachtung in den Sportvereinen – und der TSV Husum 1875 hat in diesem Bereich bereits erste Akzente gesetzt (wir berichteten). Nachdem im September eine Informations-Veranstaltung für die eigenen Übungsleiter zum Thema „Sexuelle Gewalt gegen Kinder“ in Zusammenarbeit mit dem Präventionsbeauftragten Lars Wulff vom Kinderschutzbund Westküste durchgeführt wurde und weiterführende Fortbildungsangebote für Anfang 2014 geplant sind, wurde nun in der heimischen Jahnsporthalle in Kooperation mit dem Weißen Ring sozusagen ein optisches Ausrufezeichen gesetzt.

Der Weiße Ring hilft in ganz Deutschland Opfern von Kriminalität und Gewalt. Zudem kümmert er sich auch um die Angehörigen. Ein wichtiger Arbeitsbestandteil der vielen ehrenamtlichen Helfer ist vor allem die Präventionsarbeit. Aktuell ist derzeit das Projekt „Sportler setzen Zeichen – Für eine gewaltfreie Jugend“. Der Sport ist ein Lebensbereich, der neben dem Gemeinschaftsgedanken seit jeher auch Wettkampf und Rivalität beinhaltet. Diesen Aspekten begegnen die Aktiven jedoch auf der Basis des „Fair Play“ beim gegenseitigen Messen von Fähig- und Fertigkeiten. Dementsprechend hat Gewalt im Sport nichts zu suchen – und die Sportler stehen symbolisch für eine gewaltfreie Begegnung. Denn der ausgeübte Sport verbindet zugleich die Konkurrenten miteinander. Ohne Mitstreiter gäbe es viele Sportarten ja gar nicht.

Husums stellvertretender Bürgervorsteher Peter Knöfler begrüßt die Aktion: „Es ist sehr gut, so gegen Gewalt vorzugehen. Der Weiße Ring ist eine tolle Institution, die ohne staatliche Hilfe auskommt.“ Und Detlev Hansen, erster Vorsitzender des TSV Husum 1875, fügt begeistert hinzu: „Dass der Weiße Ring damit schon ansetzt, bevor etwas passiert, halte ich für ausgezeichnet.“ Um diese Botschaft zu unterstreichen, wurde dem TSV Husum 1875 vom Weißen Ring ein Banner überreicht, der die gemeinsame Botschaft dauerhaft kenntlich macht. Und diese Botschaft betrifft natürlich nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern ist auch für Schulen wichtig. Ulrike Lemke, Außenstellenleiterin Nordfriesland-Süd vom Weißen Ring, sagte bei der Übergabe: „Der Standort in der Jahnsporthalle ist uns wichtig, da die Halle auch von der Gemeinschaftsschule Nord genutzt wird. So erreichen wir mit unserer Aktion nicht nur die Sportler, sondern auch Schüler und Lehrer.“



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