Lob für die Jugendarbeit : Ein Aushängeschild für Hattstedt

Natürlich unterhielten die Spielleute die vielen Gäste im Vereinsheim.
Natürlich unterhielten die Spielleute die vielen Gäste im Vereinsheim.

Gut besucht war der Neujahrsempfang des Hattstedter Spielmannszuges. Der Bürgermeister lobte die Jugendarbeit des Vereins, der sich schon auf die Weltmeisterschaft der Spielleute in Kopenhagen vorbereitet.

shz.de von
05. Januar 2015, 10:00 Uhr

„The same procedere as every year“ – er hat wieder begonnen, der Reigen der Neujahrsempfänge. Rückblicke, Ausblicke und neue Ziele festmachen heißt es am Beginn des bereits wieder fünf Tage alten Jahres 2015. In der Gemeinde Hattstedt organisierte den Empfang traditionsgemäß der Spielmannszug Hattstedt. Vorsitzender Rune Quint freute sich über ein volles Vereinsheim in der Jens-Iwersen-Schule. Vertreter aus Politik, Schulverband, Wirtschaft, Sponsoren, Gemeinderat, Vereinen und Verbänden, gaben sich ein Stelldichein. Als Ehrengäste begrüßte Quint die Jugendlichen Paola Cowskina da Silva und Caw Cawalhuro Silva, als Vertreter der Internationalen Jugendbegegnung aus Brasilien. Dort hatten die Hattstedter im vergangenen Jahr an den Weltmeisterschaften teilgenommen. Zudem gaben sich Kay Pries, Präsident der Spielmannszug-Vereinigung Schleswig-Holstein, Bürgermeister Ralf Heßmann, sowie der ehemalige Amtsvorsteher des alten Amtes Hattstedt, Gerd Martens, als bekennender Förderer und Fan der Spielleute, die Ehre.

Vor dem gemütlichen Teil mit einem Imbiss, angerichtet von den Vereinsfrauen, und Gedankenaustausch in lockerer Runde, blickte der Vorsitzende zurück auf das Jubiläumsjahr. Höhepunkte waren die Weltmeisterschaften in Brasilien, die Deutschen Meisterschaften in Alzey, das Grillfest mit den ungarischen Freunden, sowie das Fest zum 30-jährigen Bestehen. Regelmäßig standen die Jugendlichen des Vereins wieder auf den Siegertreppchen. Erfolge waren: Silbermedaille in der Kategorie Show sowie Goldmedaille Marschwertung bei den Deutschen Meisterschaften, „Kampioen der Lage Landen“ in Show- und Marschwertung beim Internationalen Marsch- und Showwettstreit in der Lage Landen in Hamont / Belgien sowie Ehrenpreise der „Vlaamse Gemeenschap“ für die höchste Showwertung der mittleren Abteilung, und jeweils die Ehrenpreise „cum laude“ in den Kategorien Marsch und Show, achter Platz in der Show- und vierter Platz Marschwertung bei der WM in Brasilien, Platz zwei Marsch, Platz drei Konzert und Platz fünf Show im Rahmen der Euromusiktage in Heikendorf, ferner zweiter Platz Marsch und erster Platz Show beim Großen Preis von Wiesbaden. In diesem Jahr steht eine Fahrt nach Ungarn an. Außerdem wollen die Hattstedter bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen wieder ganz vorne stehen. Auf Hochtouren laufen bereits die Vorbereitungen für das zwölfte Internationale Musikfest 2016.

Zufrieden zeigte sich der Vorsitzende in Sachen Ausbildung von Nachwuchskräften. 36 junge Leute erhalten derzeit Unterricht. Der Vereins-Chef dankte den ehrenamtlichen Ausbildern, den Eltern, allen Helfern und Sponsoren. Auch der kommunalen Politik habe der Verein viel zu verdanken. Hattstedt biete eine vielfältige Vereinsarbeit. Alle arbeiteten Hand in Hand. Bei allen Erfolgen auf internationaler und nationaler Ebene behalte der Spielmannszug seine Bodenhaftung im gesellschaftlichen Leben der Region. Im Rahmen unzähliger Feste war er aktiv.

Hattstedts Bürgermeister lobte das ehrenamtliche Engagement für die Jugend des Dorfes und der Umlandgemeinden. „Ihr habt auch den Generationswechsel sehr gut hinbekommen.“ Damit meinte er den 2014 vollzogenen Wechsel des Vorsitzenden. Quint hatte die Nachfolge für den langjährigen Chef Marco Lange angetreten.

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