Kulturhimmel in St. Peter-Ording : Eiderstedts Vielfalt auf einen Blick

Die Lammkönigin Jane Petersen inmitten der Schafe. Schäfer Hauke Reimer im Einsatz.
Die Lammkönigin Jane Petersen inmitten der Schafe. Schäfer Hauke Reimer im Einsatz.

Was Eiderstedt alles zu bieten hat, davon konnten sich die Besucher bei der Veranstaltung Kulturhimmel in St. Peter-Ording überzeugen. Vereine, Kulturschaffende und auch Landwirte stellten sich vor.

shz.de von
16. Mai 2015, 14:00 Uhr

Eiderstedt stand im Mittelpunkt des neunten Kulturhimmels in St. Peter-Ording. Viele Akteure aus der Landschaft präsentierten sich am Dünen-Hus und auf der Erlebnispromenade. Es war auch eine Premiere, denn es war die erste große Veranstaltung der neuen Lokalen Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt (LTO).

„Wir haben heute die Sonne mal nur im Herzen“, begrüßte Constanze Höfinghoff, stellvertretende Tourismus-Direktorin, die Besucher angesichts des kühlen und windigen Wetters. Es gebe ja schließlich zweckmäßige Kleidung. Die hätte allerdings den Männern vom Shanty-Chor „Die Strandräuber“ gut getan. „Wir singen uns eben warm“, so der Vorsitzende Ove Ketels. „Wir haben versucht, einen Bogen zwischen Natur, Handwerk und Kultur zu spannen“, so Janina Domann von der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ). Offensichtlich kam das an. „Klasse Veranstaltung“, meinte Friedrich Hansmann aus Hamburg. Er war mit seiner Familie für einen Kurztrip in das Nordsee-Heilbad gereist. Vor allem die beiden Kinder Sven (13) und Meike (9) zogen die vielen Mitmachaktionen magisch an. Im Zelt des Mars-Skipper-Hofes Kotzenbüll konnten sie nach Herzenslust forschen und ausprobieren. „Das ist ja toll“, entfuhr es Meike, als sie Töne auf einem Geigenbogen erzeugte, die dann auch noch durch verschiedene Muster auf einer mit Sand bestreuten Platte sichtbar wurden. Weiter marschierte die Familie zum Stand des Kinderspielhauses von St. Peter-Ording. Da traten Vater und Kinder glatt in Wettbewerb, als es darum ging, die größten Seifenblasen in die Luft zu pusten. Spaß hatten nicht nur sie beim Spaziergang in die Salzwiesen am nahen Strand. Dort gaben Jugendliche von der Schutzstation Wattenmeer Einblicke in Fauna und Flora. Mitarbeiter des Multimar Wattforums sowie Nationalparkamtes Tönning standen in einem weiteren Zelt Rede und Antwort.

Die erst am vergangenen Wochenende gekürte neue Lammkönigin Jane Petersen gab sich zur Freude aller die Ehre. Sie machte Werbung für das gesunde Bio-Fleisch der Salzwiesenlämmer. Eigentlich wollte sie gemeinsam mit dem Schäfer Hauke Reimer einige der wolligen Wesen scheren. Doch der ließ das nach Gentleman-Art zugunsten des neuen Kleides der Regentin nicht zu. „Ich weiß, dass sie es kann, aber sie soll heute mal nur repräsentieren“, erklärte er lächelnd.

Außerdem gaben die Ehrenamtler des Museums Landschaft Eiderstedt und der AG Ortschronik St. Peter-Ording Einsichten in das Eiderstedt von damals und heute. Die Mitglieder des Fördervereins Kunst und Kultur Eiderstedt sowie das Atelier „Malen nach Herzenslust“ stellten Bilder aus. Jeder durfte sich selbst künstlerisch betätigen. Gut an kamen die Lesungen mit dem Vorsitzenden, Dirk Uwe Becker, sowie Sigrid Nolte-Schefold. Viel beachtet wurde die Sammlung der Alten Schule Warmhörn. Pastorin Inke Thomsen-Krüger stellte „Pilgern durch die Kirchen Eiderstedts“ vor. Kulinarisches servierten die Landfrauen. Musikalische „Rausschmeißer“ waren die „Speellüüd“.












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