Westküste : Eiderstedt verliert goldene Boßel

Mit einem Riesenwurf von weit über 80 Metern eröffnete Jan Johannsen den Feldkampf.
Mit einem Riesenwurf von weit über 80 Metern eröffnete Jan Johannsen den Feldkampf.

Sie kämpften mit vollem Einsatz – doch am Ende mussten sich die Eiderstedter Boßler beim Feldkampf gegen die Dithmarscher geschlagen geben.

shz.de von
27. März 2017, 09:00 Uhr

Das Gold ist futsch – die Eiderstedter Boßler unterlagen den Dithmarschern mit einem Kiek ut von 30 Metern. Nun muss der Eiderstedter Boßel-Chef Fiede Clausen in den sauren Apfel beißen und demnächst nach Dithmarschen reisen und dort die Trophäe überreichen.

Bei bestem Boßelwetter wurde dieser alle zwei Jahre stattfindende Feldkampf mit jeweils 31 Werfern am Deich von St. Peter-Böhl ausgetragen. Und es fing gut an für die Gastgeber. Mit einem Riesenwurf von weit über 80 Metern holte Jan Johannsen einen Vorsprung von 14 Metern raus. Doch danach waren beide Teams ebenbürtig. Hüben wie drüben gab es starke Würfe zu sehen, die von den zahlreichen Zuschauern auch mit Applaus bedacht wurden. Nach der Nummer zwölf gingen die Dithmarscher erstmals in Führung. Doch diese wechselte ständig und es war ein Feldkampf auf Augenhöhe. Nach dem ersten Durchgang lagen die Dithmarscher mit knapp 20 Metern vorne.

Doch die Eiderstedter kämpften sich immer wieder heran und übernahmen zwischendurch erneut die Führung. Als dann der Dithmarscher mit der Nummer 13 eine harte Stelle traf und die Boßel viel Trüll hatte, gab es den Einwand, dass der Eiderstedter zuerst werfen sollte. Dennoch war man sich nach einer kurzen Diskussion einig, dass alles seine Ordnung hatte.

Nun bekamen die Dithmarscher Oberwasser und waren ihren Gegnern in der Wurfweite etwas überlegen. Pech hatte dann ein Eiderstedter Nachwuchswerfer mit einem Totalbleiber, was den Dithmarschern einen Schott bescherte. Damit schien der Feldkampf entschieden, doch der Dithmarscher mit der Nummer 25 machte es noch einmal spannend. Er verzog seinen Wurf nach links ins Schilfgelände. Doch sie kamen dort gut wieder heraus und setzten danach ihr Schott ein. Trotz ganz starker Würfe des Schluss-Trios mit Dennis Niehus, Mike Plähn und Pascal Gautschi reichte es nicht mehr. Dithmarschen bejubelte lautstark den Goldgewinn mit einem Kiek ut von 30 Metern.

Der Eiderstedter Boßel-Chef Jan-Friedrich Clausen bezeichnete den Feldkampf als Werbung für den Boßelsport an der Westküste. Er gratulierte seinem Dithmarscher Kollegen Henning Numsen zu einem verdienten Sieg und mit einem dreifachen Lüch op wurde der Feldkampf beendet.

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