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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 16:28 Uhr

Eiderstedt im Zeichen der Kunst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gelungene erste Ausstellung im Tönninger Packhaus / Gleichzeitig lockte der Tag des offenen Ateliers auf der Halbinsel

Ein Wochenende voller Kunst zog viele Menschen auf die Halbinsel Eiderstedt. Da war zum einen die Premiere der Ausstellung „Kunst im Packhaus“ in Tönning mit 50 Teilnehmern, zugleich Abschlussveranstaltung der diesjährigen „Eiderstedter Kultursaison“, zum anderen der gestrige Tag des Offenen Ateliers mit 15 Orten, organisiert vom Eiderstedter Verein Kunst-Klima.

„Wir können von einer erfolgreichen Premiere sprechen. Knapp 1500 interessierte Besucher waren im Packhaus. Schon am Sonnabend war ich von der Zahl 700 überwältigt“, freute sich Hauptorganisator Rainer Lischeski vom Verein „Eiderstedter Kultursaison“. Er selbst habe die Idee gehabt, einmal Künstlern aus der Region und Tönnings Partnergemeinde Fanø (Dänemark) eine Plattform zu bieten, und das geballt. Für die Gäste sollte es eine Veranstaltung in neutraler Umgebung ohne Berührungsängste werden. Auch das sei gelungen. Viele führten mit den Ausstellern vertiefende Gespräche über Art und Technik.

Was er persönlich bedauere, sei die Tatsache, dass durch das Event eine Art Konkurrenz zu den Kunstschaffenden in ihren Offenen Ateliers entstanden war. Das habe allerdings den Grund darin gehabt, dass kein anderer Termin im historischen Gemäuer mehr zur Verfügung stand. Allerdings habe er gehört, dass die meisten nach ihrem Packhaus-Besuch weiter zu den Kunstorten der Halbinsel gefahren seien.

Zu ihnen gehörten auch die Husumer Silke und George Bahr. „Wir waren zuerst im Packhaus und haben danach einige Ateliers besucht“, erklärten sie. Sie hätten gern alles gesehen, doch unter dem Zeitdruck nur eines freien Tages sei das nicht gelungen. „Ich finde, man hätte sich besser absprechen sollen. Auch in Husum ist eine Kunstausstellung eröffnet worden, und in St. Peter-Ording ist ja auch noch eine“, waren sich beide einig. Als letzte Station hatten sie sich beim Maler Max Höppner in Tetenbüll wegen seiner farbenfrohen Aquarelle umgesehen. Auch er schloss sich der Meinung der Gäste an. „Ich hatte sehr wenig Besucher“, sagte er. Das bestätigte auch die Witzworterin Linda Hamkens. Doch sie könne damit leben. Dafür seien Besucher da gewesen, die viel über ihre Bronzefiguren und die Herstellung wissen wollten. Zu Gast war auch Regina Janzen. Sie hatte sich vor einigen Monaten aus der „Kunst für Kinder-Werkstatt“ in Garding verabschiedet. Veränderung sei immer etwas Positives, und so komme sie endlich einmal dazu, ihre Kollegin in der Werkstatt zu besuchen.

„Ich fand es nicht schlimm, dass sich die Kunstveranstaltungen häuften. Jeder sucht sich doch meist das heraus, was für ihn interessant ist. Mich interessieren Skulpturen, und da gab es einige Ateliers, die das boten, aber auch das Packhaus“, meinte Hannelore Dostal aus Heide. Toll fand sie, dass auch dänische Künstler dabei gewesen seien und auch die Dänische Schule sowie die Gemeinschaftsschule Kunstobjekte in Form von Bannern geschaffen hatten. Durchweg zufrieden waren die Teilnehmer aus dem Nachbarland. „Ein toller Ort für eine Ausstellung“, sagte Ingvard Bjorn von der Insel Fanø.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung von „Kunst im Packhaus“ mit Liedermacher Rainer Martens und der Tanz- und Performancekünstlerin Susanne Meier gaben sich auch Bürgermeisterin Dorothe Klömmer sowie der stellvertretende Kreispräsident Carsten F. Sörensen die Ehre. Beide seien sich nach dem Rundgang, so berichtete Lischeski, einig gewesen, dass die Ausstellung eine beeindruckende Palette der Kunst zeigen würde.









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