Nach der Reparatur ist vor der Reparatur : Eider-Brücke fordert Fachleute

Ließ sich ordentlich durchpusten und informieren: Staatssekretär Frank Nägele mit Claus Reese und Iris Dautwiz vom Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr auf der Eider-Brücke.
Ließ sich ordentlich durchpusten und informieren: Staatssekretär Frank Nägele mit Claus Reese und Iris Dautwiz vom Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr auf der Eider-Brücke.

Die Spitzenverriegelungen an der Eider-Brücke bei Tönning müssen erneuert werden. Die unvermeidbare Konsequenz: eine Vollsperrung für einige Tage. Und für 2016 stehen weitere Arbeiten an.

shz.de von
18. Mai 2015, 07:00 Uhr

Seit heute (18. Mai) ist sie gesperrt: die Brücke über die Eider bei Tönning (wir berichteten). Dringende Reparaturen machen diese Maßnahme erforderlich, die voraussichtlich bis Donnerstag allen Verkehrsteilnehmern Umwege beschert. Wie es um die Brücke bestellt ist, darüber hatte sich auch Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele direkt vor Ort informiert – begleitet wurde er von Claus Reese, bei der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr für Brückenbau zuständig, und der Leiterin des Geschäftsbereichs Straßenbau, Iris Dautwiz.

Durch die Erschütterungen,verursacht durch den täglichen und starken Verkehr, hat die sogenannte Spitzenverriegelung der beiden Brückenflügel „zu viel Spiel“ bekommen, erläuterte Claus Reese. Seit Bestehen der Brücke – also von 1975 an – habe die Verriegelung immer wieder nachjustiert werden können. „Doch diese Möglichkeit ist jetzt nicht mehr gegeben. Die Schäden an der Spitzenverriegelung sind zu schwer.“ Täglich würden mehr als 1200 Lkw und mehr als 1200 andere Fahrzeuge die Brücke überqueren. Das hätte eine Verkehrszählung ergeben. „Aus diesem Grund hatten wir die Geschwindigkeit schon vor Monaten auf 50 Kilometer pro Stunde festgelegt. Wir mussten allerdings feststellen, dass sich die wenigsten Verkehrsteilnehmer daran hielten“, merkte Iris Dautwiz an. Deshalb sei zuletzt die Geschwindigkeit nochmals auf 20 Kilometer pro Stunde gesenkt worden. Doch nun gehe nichts mehr – und die Verriegelung müsse komplett ausgetauscht werden.

Reese: „Das heißt für die Autofahrer, dass sie aufgrund der Vollsperrung während der Bauarbeiten weiträumige Umleitungen über Friedrichstadt und das Eidersperrwerk in Kauf nehmen müssen.“ Um die Sperrung nur auf wenige Tage zu beschränken, seien bereits einige Vorarbeiten geleistet – und auch das Ersatzteil aus hochwertigem Stahl für rund 150.000 Euro bestellt worden. Staatssekretär Frank Nägele bat die Verkehrsteilnehmer um Geduld und vor allem Verständnis. „Unser Ziel ist es, dieses Nadelöhr auf lange Sicht zu erhalten.“

Sind diese Schäden beseitigt, wird sich im Landesbetrieb bereits auf die nächste Reparatur vorbereitet. „Wir werden im kommenden Jahr nochmals eine größere Bauphase haben“, erklärte Frank Nägele. Nach seinen Angaben müssen an der gut 40 Jahre alten Brücke Rost- und Belagschäden beseitigt werden. Außerdem ist es notwendig, die Außengeländer zu erneuern, da sie nach aktuellen Vorschriften zu niedrig sind. In dieser Phase wird die Brücke nur einspurig befahrbar sein. Aber auch Vollsperrungen sind nicht vermeidbar. „Auf jeden Fall wird diese Bauzeit nicht in die Ferien fallen“, versprach Claus Reese.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen