Zum Ritter St. Jürgen : Ehrung für die Kloster-Vorsteher

Während  Malte Grützmacher sich ins Goldene Buch einträgt, schauen  Ehefrau Dagmar, Speisemeister-Ehepaar Jürgen und Anja Schröder, Bürgervorsteherin Encke und Bürgermeister Maaß (v.  l.)  zu.  Foto: sma
Während Malte Grützmacher sich ins Goldene Buch einträgt, schauen Ehefrau Dagmar, Speisemeister-Ehepaar Jürgen und Anja Schröder, Bürgervorsteherin Encke und Bürgermeister Maaß (v. l.) zu. Foto: sma

Als Anerkennung für ihre Arbeit im Gasthaus zum Ritter St. Jürgen durften sich Dagmar und Malte Grützmacher jetzt ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

shz.de von
08. Mai 2009, 12:12 Uhr

Husum | Acht Jahre lang hat sich das Vorsteher-Ehepaar Dagmar und Malte Grützmacher in den Dienst des Seniorenheims im Gasthaus zum Ritter St. Jürgen, im Volksmund auch heute noch "Kloster" genannt, gestellt. Vor kurzem wurden im Rahmen der Klosterrechnung mit Carola und Volker Saupe Nachfolger gewählt (wir berichteten). Die Stadt dankte dem scheidenden Klostervorsteher-Ehepaar traditionell mit einem Eintrag ins 60 Jahre alte Goldene Buch der Stadt. Eine besondere Ehre, die nur wenigen zuteil wird.

In Anwesenheit des Bürgermeisters Rainer Maaß und des amtierenden Speisemeister-Ehepaares Dr. Anja und Dr. Jürgen Schröder hielt Bürgervorsteherin Birgitt Encke die Laudatio. Sie zollte dem Klostervorsteher-Ehepaar Respekt, da es Bewohnern und Mitarbeitern des Seniorenheimes "uneigennützig Zeit, also das Kostbarste zur Verfügung gestellt" habe. Encke betitelte das Engagement als "Zeit des Dienens", ließ die Amtszeit der Grützmacher Revue passieren und lobte richtungsweisende Änderungen und Baumaßnahmen.
Arbeit war spannend

Dagmar und Malte Grützmacher gehen mit ein wenig Wehmut, denn es waren zwar arbeitsintensive, doch kostbare Erfahrungen, die das Vorsteher-Ehepaar machte. Als spannend empfanden sie nicht nur die "unterschiedlichen Geister und Charaktere der Vorstandsmitglieder aus unterschiedlichsten Berufen, die in gemeinsamen Sitzungen zum homogenen Vorstand zusammenwuchsen", sondern auch die tolle Atmosphäre und die alltäglichen Begegnungen mit den Bewohnern und Mitarbeitern des Seniorenheimes, das Mitte des 15. Jahrhunderts als Hospital für "arme, lame und gebreckhafftige seken" gegründet wurde.

So scheiden die Grützmachers auch mit "ein bisschen Wehmut" aus dem Amt. Sie wollen die gewonnene Freizeit für Kinder, Enkelkinder und vernachlässigte Hobbys nutzen. Und sie wollen regelmäßig im Kloster einkehren, um zu schauen, zu reden, zu verweilen und zuweilen wieder mittendrin zu sein. Ganz so wie in den acht langen Jahren zuvor.

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