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Hallenwand als Bremse : Egg-Race erstmals mit zwei Siegern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Traditionswettbewerb an der Husumer Hermann-Tast-Schule ging es diesmal besonders spannend zu. Am Ende musste eine dritte Runde eingelegt werden, um die Sieger zu bestimmen. Erstmals gab es zwei Erstplatzierte.

Man nehme eine Dose und versehe sie mit einem Antrieb, zu dessen Bestandteilen die Plastikhülle eines Überraschungseis gehört. Dann wird das Ganze zugemacht – und los geht’s. Wie das funktioniert, demonstrierten Schülerinnen und Schüler der Hermann-Tast-Schule gestern beim traditionellen Egg-Race und punkteten dabei mit Einfallsreichtum und vielen überraschenden Ideen.

Nicht weniger als 25 Gruppen hatten sich dem physikalisch-technischen Wettbewerb der Blumensaat-Stiftung gestellt und wochenlang gerechnet, getüftelt und geschraubt. Schließlich sollte die Dose ohne Fremdeinwirkung so weit wie möglich rollen. Nis Trede aus der Klasse 5  b schickte sein Gefährt als erster auf die Reise und legte damit auch gleich mächtig vor. Mit mehr als 27 Metern Reichweite heizte sein Egg-Racer der Konkurrenz ordentlich ein. Beim Bau seiner Antriebstechnik setzte Trede auf ein Gummi, das durch Zurückrollen angespannt wurde. Aber auch die anderen Wettbewerbsteilnehmer bewiesen technisches Können. So bediente sich Kjell Vagt bei seinem Gefährt eines ehemaligen Bierfasses. Den von außen unsichtbaren Antrieb brachte er mit Hilfe eines Schraubenschlüssels auf Touren. Am Ende hielten die Juroren Helmut Schöning und Thomas Adler 23,48 Meter fest. Im vergangenem Jahr hatte Vagt das Rennen noch gewonnen. Doch auch Tammo Schulz machte beim Egg-Race schon mehrfach von sich reden. Und mit fast 24 Metern Reichweite wurde er seiner Favoritenrolle auch diesmal gerecht. Das reichte am Ende für den zweiten Platz.

Die Konstruktionen waren an Vielfalt kaum zu überbieten. Der eine ging mit einer Keksdose ins Rennen, ein anderer mit einem Gefährt, das an Pfeil und Bogen erinnerte.

Was Jim Hein Petersen auf die Startlinie setzte, verhieß nichts Gutes für den bisherigen Erstplatzierten Nis Trede. Stramme zehn Kilogramm wog sein „Fahrzeug“. Mit einem Akkuschrauber zog er schließlich das Getriebe an. Das bestand aus zwei Schwingrädern. Als Dose verwendete der 14-Jährige ein PVC-U-Rohr. Die werden normalerweise als Druckwasserleitung eingesetzt. Mit fast 24 Metern wirbelte Petersen die bisherige Wertungs-Skala ganz schön durcheinander. Ein zweiter Durchgang sollte Klarheit schaffen. Doch am Ende musste entgegen des Zeitplanes ein dritter her, um zu einer Entscheidung zu kommen. Dazu wurde der Wettbewerb von der Aula in die schuleigene Sporthalle verlegt. Die 40 Meter lange Spielfläche sollte eigentlich ausreichen, um unter den letzten vier Teilnehmern die Sieger zu ermitteln. Doch die Jurymitglieder mussten sich eines Besseren belehren lassen. Sowohl die Konstruktion von Nis Trede als auch die von Jim Hein Petersen stießen nach 40 Metern an die gegenüberliegende Mauer. Damit gab es erstmals in der Geschichte des Egg-Race-Wettbewerbs zwei Erstplatzierte.

Richtig spannend machten es Tammo Schulz und Kjell Vagt. Nur wenige Zentimeter trennten am Ende ihre beiden Gefährte. Tammo Schulz wurde zweiter, Kjell Vagt dritter Sieger.

Großes Lob gab es für alle Teilnehmer von Schulleiterin Renate Christiansen: „Ich bin von den Leistungen der Schüler begeistert und tief beeindruckt.“ Und manche machten sofort deutlich, dass sie auch im kommenden Jahr unbedingt wieder mit dabei sein wollen.

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erstellt am 10.Feb.2016 | 07:15 Uhr

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