Ahrenviöl : Edith Carstensen tritt nicht wieder an

Bürgermeisterin Edith Carstensen erläutert den Haushalt für 2018.
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Bürgermeisterin Edith Carstensen erläutert den Haushalt für 2018.

Nach knapp 20 Jahren im Amt will Ahrenviöls Gemeinde-Chefin aufhören.

shz.de von
10. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Für die Bürgermeisterin in Ahrenviöl, Edith Carstensen, war die jüngste Gemeindevertretersitzung mit einem besonderen Umstands behaftet. Zum letzten Mal trug sie als Bürgermeisterin den Gremiums-Mitgliedern den Haushalt vor und ging auf das fast 80-seitige Zahlenwerk ein.

Bei den anstehenden Kommunalwahlen im Mai des kommenden Jahres werde sie sich nicht mehr aufstellen lassen, erklärte Carstensen. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist und eine gute Bilanz hinterlassen kann.“

Und damit schlug sie die Haushaltssatzung auf und ging auf die Zahlen ein. Im Ergebnisplan belaufen sich die Erträge auf 837.600 Euro während die Aufwendungen mit 849.100 Euro bewertet wurden. „Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, werden wir Ende 2018 einen minimalen Fehlbetrag von 11.500 Euro haben.“ Positiv bewertete sie die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer. „Für das kommende Haushaltsjahr werden die Steuersätze nicht angetastet.“ Nach derzeitigen Berechnungen kann die Gemeinde mit Einnahmen von mehr als 400.000 Euro rechnen.

Seit Jahren investiere die Ahrenviöl hohe Summen in die Kinderbetreuung. Dabei kritisierte die Bürgermeisterin auch die mangelnde Beteiligung des Landes an den Kindergartenbeiträgen. „Das Land beteiligt sich nicht, wie behauptet, mit 25 Prozent an den Kosten, sondern nur mit 12,5 Prozent“, stellte sie klar. Den größten Brocken übernehme immer noch die Gemeinde. Doch hier lohne sich jeder Cent, der in die Kinder investiert werde. Die weiteren Ausgaben sind immens. Allein die Abgaben an den Kreis und das Amt fressen den größten Teil der Grundsteuer- und Gewerbesteuereinnahmen auf, so Carstensen. Auch die Schulkostenbeiträge belasten den Haushalt der kleinen Gemeinde ordentlich. So sind für diesen Posten insgesamt mehr als 110.000 Euro veranschlagt.

Carstensen zog dennoch eine positive Bilanz. „Wir können mit diesen Zahlen sehr zufrieden sein, andere Gemeinden stehen da ganz anders da.“

Am Ende ging die Bürgermeisterin auf das Bildungshaus ein. Hier soll es am 1. Mai eine feierliche Eröffnung verbunden mit einem Tag der offenen Tür geben. Die Maler-, Fliesen- und Maurerarbeiten seien abgeschlossen. Tischler- und Elektroarbeiten würden derzeit noch durchgeführt. Auch seien inzwischen neue Tische und Stühle im Wert von 8400 Euro bestellt worden.

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