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Husumer Baugebiet : Dreimühlen: Baugebiet wird erschlossen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Neubaugebiet Dreimühlen rücken die Bagger an.

Schwere Lkw und große Bagger sind in Dreimühlen angerückt, um im neuen Wohngebiet südlich der Ostenfelder Straße die Kanalisation auszubauen.

„In dem Stadtteil wird ein neues Wohngebiet mit 37 Bauplätze entstehen“, sagte Magdalena Müller von der Stadtplanung. Dies gehe aus dem Bebauungsplan 76 hervor. Das Gebiet wird von der Ostenfelder Landstraße aus entlang der Grundstücksgrenze zum benachbarten Discounter erschlossen. Angrenzend an die nahen Einkaufsmöglichkeiten wird zudem eine Lärmschutzwand in Höhe von 3,50 Metern gebaut.

Die Größen der Grundstücke variieren zwischen 500 und 600 Quadratmeter. Weiter sei im Bebauungsplan festgelegt worden, dass nur zwei Wohneinheiten pro Grundstück zulässig sind. „Wir gehen davon aus, dass am Ende etwa 40 bis 50 Wohneinheiten auf dem gesamten Areal entstehen werden“, schilderte Müller weiter. Die Grundstücke seien allerdings noch nicht in der Vermarktung und bisher lägen auch noch keine Bauanträge vor.

Zu den gut 340 Straßen in Husum werden damit im kommenden Jahr zwei weitere hinzukommen. Die Namensfindung gestaltete sich im Bauausschuss jedoch als schwierig. Das neue Baugebiet sollte ursprünglich nur einen Straßennamen erhalten. Doch sowohl die CDU-Fraktion als auch die SPD-Fraktion legten jeweils einen Vorschlag vor. Deshalb einigten sie sich auf einen Kompromiss. Die Zufahrtsstraße von der Ostenfelder Straße soll den Namen „Gertrud-Storm-Straße“ erhalten. Der davon abzweigende Straßenring heißt künftig „Zur Margarethenmühle“.

Beide Namen sind damit Eckpunkten der Husumer Geschichte gewidmet und eng an die Stadt gebunden. Die Margarethenmühle prägte gemeinsam mit der Graupenmühle und der Osterhusumer Wassermühle das Landschaftsbild im Osten Husums. Der Straßenname soll an die Bauwerke erinnern. Mit dem Abriss der Mühlen in den 1950er Jahren sind die Wahrzeichen des Stadtteils verschwunden.

Die „Gertrud-Storm-Straße“ dagegen ist der jüngsten Tochter des Husumer Schriftstellers, Landvogts und Juristen Theodor Storm gewidmet. „Sie hat sich um den Nachlass ihres Vaters bemüht und im Rahmen dieser Tätigkeit die Grundlage für die spätere Storm-Forschung gelegt“, begründet die SPD-Fraktion ihre Namenswahl.

„Auch im Hinblick auf das 200-jährige Jubiläum von Theodor Storm haben wir diesen Vorschlag eingereicht“, ergänzte Dr. Ulf von Hielmcrone, SPD Stadtverordneter, auf Nachfrage. Getrud Susanne Marie Storm verfasste ein zweibändiges Werk, in dem sie die Lebensgeschichte ihres Vaters, die Jugend und Kindheit, die Studienjahre und seine Tätigkeit als Rechtsanwalt in Husum niederschrieb. Sie verbrachte ihre letzten Lebensjahre ebenfalls in der Stadt.


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