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Aus den Gemeinden : Drei Schulen wachsen zusammen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit vielen Vorführungen und einer Feierstunde besiegelten die Grundschulen Bredstedt, Breklum und Bordelum ihre Partnerschaft.

„Sie haben mir in meiner 16-jährigen Tätigkeit als Schulrätin zu einer einmaligen Erfahrung verholfen. Ich hätte nicht geglaubt, dass der große Zusammenschluss klappt“, sagte Astrid Finger und wünschte Rektorin Renate Harrsen und ihren Teams viel Erfolg an allen drei Standorten.

Wie berichtet war nach den Sommerferien die unter dem Arbeitstitel „3-B-Schule“ bekannt gewordene Grundschule Breklum-Bredstedt-Bordelum an den Start gegangen. Nun hatte die Schulleiterin gemeinsam mit Schulverbandsvorsteher Dr. Edgar Techow zur offiziellen Einweihungsfeier der Bildungseinrichtung mit drei Standorten und zugleich drei verschiedenen Konzepten eingeladen. Fast alle 32 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Standorte sowie Vertreter der Kooperationspartner, des Diakonischen Werkes und der Lebenshilfe Husum, Mitarbeiter des Amtes Mittleres Nordfriesland, die Bürgermeister der drei Kommunen Heinrich Bahnsen (Breklum), Knut Jessen (Bredstedt), Peter Reinhold Petersen (Bordelum), deren Amtskollegen aus der Region, Vertreter der Nachbarschulen, Kita-Leiterinnen und Elternvertreter hatten sich am Bredstedter Standort für die offizielle Feier zusammengefunden.

Der neue Schulrat Thomas Nonn lobte das Konstrukt. Bekanntlich war es in Anbetracht der sinkenden Schülerzahlen am Standort Bordelum und damit zum Erhalt desselben von vielen Akteuren initiiert worden. Architekt und Ideengeber sei der Schulverbandsvorsteher gewesen, die Schulleiterin sei auf den Zug aufgesprungen, nachdem sie bereits zunächst ein Jahr erfolgreich die beiden Standortschulen Breklum und Bredstedt als eine Einheit geleitet hatte, so Nonn. „Eine Schule mit jetzt drei Standorten bietet Planungssicherheit für Eltern und ein hohes und verlässliches Lernniveau für die Schülerinnen und Schüler. Die Qualität kann sogar noch gesteigert werden.“ Auch die drei Konzepte böten eine besondere Vielfalt. In der komprimierten Form sei das eine ziemlich einmalige und besondere Sache.

Der Schulverbandsvorsteher Dr. Edgar Techow blickte zurück. Nachdem der Rektor der Breklumer Grundschule, Klaus Peter Thies, im Sommer 2015 in Pension gegangen war, gab es keinen Nachfolger, so dass die jetzige Rektorin die kommissarische Leitung übernahm. Als die Probleme der drohenden Schließung der Grundschule Bordelum aufkamen, sei ihm der Gedanke gekommen, warum nicht den Standort als die Nummer drei dazunehmen und unter dem Dach einer Schule festmachen. Ausschlaggebend sei für ihn auch die Tatsache gewesen, dass die Arbeit an den Grundschulen Breklum und Bredstedt gut lief. Die Schulrätin habe er überzeugen müssen, die Standort-Bürgermeister nicht. Die hätten ohne Umschweife signalisiert, dass sie die Idee gut fanden. So sei der Stein ins Rollen gekommen. Viele positive Gespräche habe es mit allen Akteuren gegeben und schließlich hätten die Schulverbandsmitglieder ebenso einstimmig grünes Licht gegeben. „Das Ergebnis sehen wir heute, und es wird in Zukunft laufen. Nicht zuletzt dank Frau Harrsens umsichtiger Art, sind die Kollegien schon sehr gut zusammengewachsen und auch die Eltern sind zufrieden“, so Dr. Techow. „Ich hoffe, dass sich die Schule Bordelum im Verbund mit seinen größeren Geschwistern Breklum und Bredstedt gut entwickeln kann“, sagte Bordelums Gemeinde-Chef Peter Reinhold Petersen augenzwinkernd. Im kommenden Jahr werde ein Baustein zur Attraktivitätssteigerung in der Gemeinde dazukommen, nämlich das „BordelumHus“ (wir berichteten).

„Ich wünsche der 3-B-Schule eine gute Entwicklung“, erklärte der stellvertretende Rektor der Gemeinschaftsschule Bredstedt, Nis-Peter Nissen. Getreu der Buchstabenkombination überreichte er als Geschenk drei Jungbäume – eine Birke, eine Buche sowie eine Birne.

Bereits vor der offiziellen Feier konnten sich die Gäste ein Bild vom Unterricht und den Konzepten in den anderen Standorten machen. Zudem hatten die Kinder Tänze einstudiert, sangen fröhliche Lieder und informierten über Details zu „ihrer Schule“. So besuchen derzeit 66 Kinder die Einrichtung in Bordelum, 166 Breklum und 173 Bredstedt.




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