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Husums Schmuddelecken : Dreck-Ecken – jetzt wird aufgeräumt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Leser unserer Zeitung haben auf weitere Problemzonen der Storm-Stadt hingewiesen, Stadt und Kommunalservice organisieren den Kampf gegen den Unrat.

Wolfgang Empen schnappt sich auf dem Bahnhofsvorplatz ein Fahrrad nach dem anderen und wuchtet sie auf einen Anhänger. Auf den ersten Blick wirkt das so, als sei er auf Diebestour. Doch der Mitarbeiter des Kommunalen-Service-Betriebes (KSH) sorgt für Sauberkeit in der Stadt. Er und seine Kollegen verladen dort Räder, um die sich offensichtlich sonst niemand mehr schert. Auf einem Sattel wächst bereits Moos, andere sind verrostet. Besser erhaltene, aber herrenlose Drahtesel landen im Fundbüro, offensichtlicher Schrott wird entsorgt. Er und seine Kollegen haben auf dem Platz auch die Unkrautbüschel rund um die Betonpoller entfernt, die dort wucherten. Damit ist eine jener Müll-Ecken beseitigt, die die Stadt wenige Wochen vor den Hafentagen unansehnlich wirken ließen (wir berichteten).

Zahlreiche Leser folgten dem Aufruf unserer Zeitung, eigene Beobachtungen zu melden. Zu den meisten Punkten hat inzwischen Malte Hansen, Leiter des Ordnungsamtes, erste Stellungnahmen abgeben können. Gleich in mehreren Fällen wächst auf privaten Grundstücken Unkraut. Auch wenn das auf Betrachter unansehnlich wirkt, sei das rechtlich erst einmal Privatsache, stellt Malte Hansen klar. Sollte das Grün in den öffentlichen Raum, also Gehwege oder Straßen wachsen, greift die Straßenreinigungssatzung, die jeden Eigentümer verpflichtet, Unkraut zu beseitigen. In einem Fall haben Leser schon Schädlinge gesichtet. „Für uns ist es besonders wichtig zu erfahren, wo Ratten gesichtet werden.“ Die Stadt sei für jeden Hinweis dankbar, weil Eigentümer zur Bekämpfung der Tiere, die Krankheiten übertragen, verpflichtet werden könnten. Hier eine Übersicht über solche Fälle, die Leser per Facebook, E-Mails oder Telefon gemeldet haben:

❏ Westerende: Unbewohntes und verfallendes Gebäude, abgemeldetes Auto, abgelagerter Müll, wucherndes Unkraut. Anwohner ärgern sich darüber besonders, weil das die Touristen zu sehen bekommen, die die Straße Richtung Weihnachtshaus und Ostenfelder Bauernhaus wählen.

❏ Rote Pforte: „Eine ganz große Dreck-Ecke“ sei ein Grundstück zwischen Altem Gymnasium und Roter Pforte: Zaun eingetreten, Sitzbank eingewachsen.

❏ Westerende/Kleikuhle: Auf dem Grundstück des früheren Friesenkrogs meterhohes Unkraut, das sich den Weg auch zu den Nachbarn bahne.

❏ Fritz-Reuter-Straße: Ein Grundstück sei völlig verwildert. Diese Fälle hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes fest im Blick und einige Eigentümer mehrfach ermahnt, die Mängel abzustellen.

❏ Spielplatz Goethestraße: Dort lagen kürzlich Matratze, Bettdecke, Handtuch und Schuhe herum. „Und der Müll war über den ganzen Spielplatz verteilt.“ Malte Hansen erklärt, das für die Spielplätze verantwortliche Bauamt habe Kenntnis. Gestern war schon wieder alles in bester Ordnung.

❏ WC im Schlosspark: Die Anlage benötige „dringend mal eine Grundreinigung“, schreibt eine Leserin. Malte Hansen will das zuständige Gebäudemanagement einschalten.

❏ Haus der Jugend: Der Platz vor dem ehemaligen Haus der Jugend (HdJ) in der Hermann-Tast-Straße sei übersät mit Zigarettenkippen, schreibt eine Leserin. Auch hier werde Malte Hansen das Gebäudemanagement benachrichtigen. Die Frage, ob es dort helfen würde, Aschenbecher für die dort untergebrachten Flüchtlinge oder die Schüler der benachbarten Berufsschule aufzustellen, wie von der Leserin vorgeschlagen, lässt Hansen erst einmal offen.

❏ Schloßstraße: Gegenüber vom Torhaus gibt ein mit Brennnesseln „bepflanzter“ Betonring der Stadt Rätsel auf. Bislang ist unklar, wie er dort überhaupt hingekommen ist und wem er gehört. Die Höhe des Bewuchses lässt auf ein höheres Alter des wilden „Hochbeets“ schließen.

❏ Mühlenweg: Gleich mehrere Grundstücke seien „verlottert“, unterstreicht eine Leserin ihre Ansicht von misslungener Grünpflege.

❏ Altendorfer Straße: In Halebüll soll es rund um die Bushaltestelle „verheerend“ aussehen. Gullideckel an einer großen Tanne seien ständig verstopft wegen der Nadeln. Und die Bänke am Kirchlein am Meer seien schmutzig.

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erstellt am 19.Jul.2017 | 11:00 Uhr

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