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Landesmeisterschaft im Standbosseln : Doppel-Triumph für Koldenbüttler Boßler

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zwei Mal Gold gab es für Koldenbüttel bei der Landesmeisterschaft im Standboßeln in Garding. Das Team holte sich mit großem Vorsprung den Sieg. Landesmeister wurde Marcel Holst.

Die 54. Landesmeisterschaft des Verbandes Schleswig- Holsteinischer Boßler (VSHB) war am ersten Tag von Dauerregen und entsprechend aufgeweichtem Boden geprägt. Das verlangte den knapp 500 Boßlern bei den Standkämpfen in Garding alles ab. Da auf Landesebene das Drei-Wurf-System gilt, war natürlich Sicherheit gefragt. Und damit hatten alle Boßler mächtig zu kämpfen. Kein Team konnte sein vor zwei Jahren errungenen Titel verteidigen. Besser machten es da die Koldenbüttler. Die Mannen um ihren Vereinsvorsitzenden Oddy Krüger waren als erstes an den Start gegangen und hatten mit Mike Fahr (171,5), Janosch Bazan (174,5), Marcel Holst (213), Daniel Koch (208) und Malte Jacobsen (193) ihre drei Würfe in die Bahn platziert, bevor Jan Johannsen an den Start ging. Dieser wollte seinen vor zwei Jahren errungen Titel als Hauptverbandsmeister verteidigen. Doch er zeigte Nerven und leistete sich einen Fehlwurf. Mit Würfen von 74 und 76 Metern kam er auf 150 Meter. Damit hatte Koldenbüttel insgesamt 1110 Meter erreicht und setzte sich zunächst an die Spitze bei den A-Gruppen. Gleiches galt für Marcel Holst mit seinen 213 Metern in der Einzelwertung.

Danach begann dann für alle Vereine das große Favoritensterben. Ob die hoch gehandelten Boßler vom K-Bund, Simonsberg, Eddelak oder Mielebund – alle leisteten sich mehrere Fehlwürfe und kamen damit für einen Sieg nicht in Frage. So holte sich Koldenbüttel den begehrten Titel deutlich vor den Vereinigten Geestdörfern mit 982,5 und dem Mielebund Meldorf mit 978 Metern.Bei den B-Gruppen setzte sich der K-Bund mit Thore Lesch, Nils Gerdsen, Thore Gerdsen, Björn Bartz, Sven Hennings und Rolf Peters bei zwei Fehlwürfen mit 880 Metern an die Spitze vor Koldenbüttel mit 860 und den Vereinigten Geestdörfern mit 801,5 Metern.

Der Landesmeister in der Einzelwertung kommt – nach Jan Johannsen – mit Marcel Holst wieder aus Koldenbüttel, denn seine 213 Metern langten zum Titel. Er lag zwar in der Gesamtweite mit dem Dithmarscher Janek Pedersen (Eddelak) gleichauf, holte sich aber den Sieg auf Grund des besseren Einzelwurfes von 73,5 gegenüber 73 Metern. Die Bronzemedaille ging an Maik Bruhn (Wesselburen) mit 209,5 Metern. Der als großer Favorit gestartete Mike Plähn leistete sich einen Fehlwurf, hatte aber mit 80,5 und 81,5 Metern die weitesten Würfe des Tages.

Unter den fachkundigen Zuschauern und Boßlern gab es manches Gespräch bezüglich des Drei-Wurf-Systems auf Landesebene. Da sich der Heimatsport über die Jahre doch zu einem Leistungssport mit Deutschen und Europa-Meisterschaften entwickelt hat, sollte man vielleicht über gewisse Änderungen der Regularien nachdenken, hieß es. Da wäre zum einen das Vier-Wurf-System oder, wie vom Boßel-Urgestein Hinrich Brandt aus Wilster angeregt: „Warum geht man nicht ganz von der Seitenbegrenzung ab? Die gibt es beider Nationalen und Internationalen Meisterschaft doch auch nicht.“





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