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Hotelbau : Dockkoog-Deich: Wirtschaft bangt um Investoren

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Husumer Wirtschaft bangt um Investoren für einen Hotelneubau am Dockkoog, wenn es dabei bleiben sollte, dass der Deich erst im 2024 saniert wird und denkt dabei auch an die aktuelle Förderkulisse.

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erstellt am 14.Jul.2017 | 11:00 Uhr

„Sie finden keinen Hotelinvestor, der unverbindlich Jahre lang warten mag.“ Matthias Hüppauff ist frustriert. Dass es mit der Deichsanierung am Dockkoog nun frühestens 2024 losgehen soll, hält er – gelinde gesagt– für strategisch schwierig. Vor allem, wenn es darum geht, Investoren zu finden, die dort ein neues Hotel bauen sollen. „Ich würde mir von den Beteiligten etwas mehr Zeitdruck und etwas mehr Ehrgeiz wünschen, diesen Prozess zu beschleunigen“, sagt Hüppauff, „auch angesichts der derzeitigen Förderkulisse: Solche Rahmenbedingungen wird es nicht wieder geben. Und der Immobilienmarkt ist jetzt heiß, jetzt suchen die Leute nach Anlagemöglichkeiten.“ Interessenten für den Hotel-Neubau wären vorhanden, versichert Hüppauff. „Aber wenn die Fläche nicht feststeht, auf der sie bauen können, hilft das auch nichts. Dann wandern sie ab.“

Lobende Worte findet er für den jüngsten politischen Beschluss, die Gestaltung der Dockkoog-Spitze in Angriff zu nehmen – unabhängig vom Zeitpunkt der Deichsanierung. Allerdings: „Ganz abgekoppelt kann man die Spitze ja auch nicht sehen.“

Er mag jedenfalls kaum glauben, dass der Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN) die Deichsanierung nicht doch früher in Angriff nehmen könnte: „Ich würde mir schon wünschen, dass alle Beteiligten noch einmal zusammenkommen und den Zeitplan überdenken.“

Diese Hoffnung scheint auch Peter Cohrs als Vorsitzender des Commerziums zu hegen: „Ich bezweifle, dass die jüngste Nachricht die letzte zu diesem Thema sein wird. Wichtig ist, dass Husum jetzt nicht in touristischer Hinsicht in die Schockstarre verfällt“, sagte Cohrs.

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