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Jahresbilanz der Husumer Bücherei : Digitales Lesen auf dem Vormarsch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtbibliothek in Husum registrierte im vergangenen Jahr mehr als 13.000 Downloads. Insgesamt wurden 170.000 Druckerzeugnisse ausgeliehen.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 18:00 Uhr

180.000 Besucher – auch im vergangenen Jahr war die Nachfrage groß, die Stadtbibliothek in der Herzog-Adolf-Straße 25 wie gewohnt stark frequentiert. „Das Bücherei-Team freut sich, dass die Husumer und anderen Nordfriesen, die zu uns kommen, überdurchschnittlich lese- und ausleihfreudig sind“, lässt Bücherei-Leiterin Auguste Carstensen-Lenz wissen und zählt einige Eckpunkte der Bilanz für 2014 auf.

Das Medienangebot umfasste insgesamt rund 49.000 Exemplare. Davon kamen etwa 38.000 aus dem Printbereich, ungefähr 11.000 waren sogenannte Non-Book-Medien. Zu den Printmedien gehörten die Sachbücher mit rund 17.000, die Belletristik mit 8000 und die Kinder- und Jugendliteratur mit 11.500 Bänden, außerdem 1500 Zeitschriftenhefte und Broschüren. Was diese Sparte angeht, so standen hier unter dem Strich 170.000 Ausleihen zu Buche. Davon entfielen auf die Sachbücher für Erwachsene 48.000, auf die Belletristik 45.000, auf die Kinder- und Jugendliteratur 64.000 und auf die Zeitschriftenhefte 13.000 Entleihungen. Bei den klassischen Medien ging die Nachfrage leicht zurück, dafür konnte die Einrichtung auf digitaler Ebene auch im vierten Jahr noch einmal kräftig zulegen: Mehr als 13.000 Downloads auf den E-Book-Reader, das iPad oder das Smartphone wurden gezählt.

Bei den Sachbüchern waren die Themenbereiche Gesundheit, Technik, Reisen und Geschichte sehr gefragt. So gehörten „Ein deutscher Wandersommer“ (Andreas Kieling) und „Glücksmedizin“ (Werner Bartens) zu den am häufigsten ausgeliehenen Sachtiteln. Wie in zahlreichen Fernsehsendungen waren 2014 der Beginn des Ersten Weltkrieges vor dann 100 Jahren und die Zeit Napoleons auch in Büchern präsent, zum Beispiel mit „Die Schlafwandler“ (Christopher Clark) oder „1812“ (Adam Zamoyski). Die gefragtesten Schüler-Spezialthemen waren Cybermobbing, Drogenmissbrauch und Ess-Störungen. Passend dazu präsentierte die Stadtbibliothek gemeinsam mit anderen Institutionen eine Ausstellung zum Thema „Nobody is perfect“.

Innerhalb der Belletristik lag ein Schwerpunkt auf historischen Aspekten – dabei waren die Bücher „Winter der Welt“ und „Kinder der Freiheit“ von Ken Follett öfter mal vergriffen. Sehr gefragt war auch die Familienbiografie „Der Hase mit den Bernsteinaugen“. Als Selbstgänger entpuppten sich die Krimis von Nele Neuhaus und Tana French.

Bei den Kinderbüchern erfreuten sich die Comic-Romane großer Beliebtheit. Nach „Gregs Tagebuch“ erschienen gleich mehrere ähnliche Reihen: Richtig gut fanden die Jungs „Rick“ (Antje Szillat) mit den Zeichnungen von Kim Schmidt, außerdem „Super-Nick“ (Lincoln Peirce) und die „Tom-Gates“-Reihe (Liz Pichon). Mit „Mein Lotta-Leben“ schrieb sich Alice Pantermüller, die zu einer Lesung in die Bücherei gekommen war, auch in die Herzen der Mädchen. Im Bereich der Kinder-Sachbücher mochte der Nachwuchs die „Baff“-Serie von Volker Präkelt am liebsten. In der „Jubi“ (Jugendbibliothek) wurde die Literatur zu Themen wie Action, Time Travel und Real Life neu präsentiert. Die Serien zu „Top Secret“ (Robert Muchamore) und „Plötzlich Fee“ (Julie Kagawa) zählten zu den Lieblingsbüchern.

Facettenreich ist das Angebot an audiovisuellen und elektronischen Medien. Die Filme, Lern-Software, Musik-CDs, Spiele und Hörbücher wurden rund 130.000 Mal ausgeliehen. Spitzenreiter bei den Wii-Spielen waren die Abenteuer aus der „Super-Mario“-Familie. Wie die Bücher-Bestseller waren auch die Hörbücher mit den Stimmen bekannter Schauspieler wie etwa Jan Josef Liefers und Mathias Brandt sehr beliebt. Die Literatur-Verfilmung „Die Bücherdiebin“ und die Serie „Der Tatortreiniger“ zählten zu den beliebtesten Filmen für Erwachsene. Die Kinderfilme „Pinguine aus Madagaskar“ und zum Thema „Drachenzähmen“ waren nach dem Kino-Erfolgen ebenfalls begehrt.

Die Bildungseinrichtungen der Stadt und des Umlandes nahmen die Bibliothek wieder kräftig in Anspruch. 22 Schulklassen kamen 2014 zu einer Klassenführung. Ausgeliehen wurden Wissens-Boxen, Klassensätze und Themen-Kisten, zum Teil von der Büchereizentrale geliefert. Wie auch schon im Vorjahr wurden auch die Seniorenhilfe-Einrichtungen mit spezieller Literatur für die „Gruppenarbeit mit Senioren“ versorgt.

Bei den 133 Veranstaltungen und Aktionen unterschiedlichster Art zählte man rund 3000 Teilnehmer. Die Ausstellungen, Vorlese-Nachmittage, Autorenlesungen, Literaturgruppen-Treffen und der Ferien-Leseclub machten die Einrichtung auch zu einem kulturellen Zentrum. Genau 3800 Mal angeklickt wurde der unter der Adresse www.stadtbibliothek-husum.de verlinkte Blog mit Literaturtipps und Bibliotheks-Infos. Neu ist eine App für Android-Geräte, mit der der Bibliotheks-Katalog auch unterwegs einsehbar ist.

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