Kunstprojekt für Garding : Dieter Staacken darf loslegen

So präsentiert sich der Stadtpark derzeit. In Höhe des Kinderspielplatzes soll der „Wandelwald“ entstehen.
So präsentiert sich der Stadtpark derzeit. In Höhe des Kinderspielplatzes soll der „Wandelwald“ entstehen.

Die Gardinger Stadtvertreter geben grünes Licht für den ersten Teil der Kunst im Stadtpark. Der Künstler Dieter Staacken hat sie angeregt und mit seinen Entwürfen überzeugt.

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07. Juni 2015, 08:00 Uhr

Dass gute Vorbereitung durch Ausschüsse und Verwaltung die halbe Miete ist, zeigte sich in der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung in Garding. Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt konnte den öffentlichen Teil in rekordverdächtiger Zeit von nur 40 Minuten abarbeiten. Alle Beschlüsse segnete das Gremium zudem einstimmig ab.

Dazu gehörte das Ja für die Umsetzung des von Dieter Staacken initiierten Kunstprojektes „Wandelwald“ im Stadtpark. 1500 Euro sollen vorsorglich im Haushalt zur Verfügung gestellt werden. „Der Beschluss bezieht sich ausdrücklich nur auf den beim Kinderspielplatz vorgesehenen Wandelwald. So soll der Stadtpark zügig attraktiver werden. An den Teilprojekten Wandelwand und Regenbogenorgel wird im Ausschuss weiter gearbeitet. Fördergelder sind beantragt worden“, erläuterte Kay Eggers, Vorsitzender des Kultur- und Sportausschusses. Wie berichtet, hatten sich die Mitglieder bereits vor wenigen Tagen für das Gesamtprojekt „Gardinger Wandelwald – Wandelwand – Regenbogenorgel“ ausgesprochen. Die Wandelwand möchte Staacken in Höhe der Rückseite des Alten Rathauses installieren, um den „Kukis“ Gelegenheit zu geben, die „Wand“ aus Stelen zu verschönern. Als dritte Säule des Gesamtensembles schwebt dem Künstler der Bau einer „Regenbogenorgel“ als bunte Stelenreihe auf dem ehemaligen Gelände des Minigolfplatzes (Hahneburgfenne) vor. Davor könnte er sich einen Bouleplatz vorstellen.

Stadtvertreterin Nicole Dietz gab zu bedenken, dass der Bouleplatz nach ihrer Meinung nach ebenfalls in den Stadtpark gehöre. Das Gelände des ehemaligen Minigolfplatzes sei zu weit weg „vom Schuss“. „Wir werden das noch mal prüfen“, versprach Eggers. Auch mit den in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses abgesegneten Empfehlungsbeschlüssen (wir berichteten) gingen die Stadtvertreter konform. Sie fasste den Auslegungsbeschluss für die fünfte Änderung des Flächennutzungsplanes für das Teilgebiet Nr. 1 (nördlich der Poppenbüller Straße 11 sowie westlich der Poppenbüller Straße), das Teilgebiet 2 (Schröder Bauzentrum) sowie Teilgebiet 3 (ehemalige Kläranlage). Außerdem stimmten sie den Bebauungsplänen Nr. 30 für das Gebiet nördlich der Grundstücke Norderweg 8 und Poppenbüller Straße 11 sowie westlich der Poppenbüller Straße (Bauvorhaben Deich- und Hauptsielverband), Nr. 33 für das Gebiet südlich der Süderstraße (B 202), westlich des Hafenplatzes/Langerackweg sowie nördlich der Bahnlinie (Bauvorhaben Schröder Bauzentrum), und Nr. 34 für das Gebiet der ehemaligen Landesberufsschule zu.

Zu guter Letzt ging es um einen formalen Verwaltungsakt, nämlich die Absegnung der ersten Nachtragssatzung über die Erhebung einer Tourismusabgabe in Garding. Bereits im Dezember 2014 verabschiedete das Gremium die Satzung. Darin wurde der Begriff Fremdenverkehrsabgabe benutzt. „Es muss laut Gemeindeordnung aber Tourismusabgabe heißen. Nur darum geht es. Inhaltlich ändert sich nichts“, erläuterte die Bürgermeisterin.

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