zur Navigation springen

Auszeichnung für Rantrum : Dieses Dorf hat Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rantrumer nahmen nun die Siegerurkunde für den mit 10.000 Euro dotierten Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entgegen. Die Gemeinde konkurrierte gegen zehn Mitbewerber.

„Unser Dorf hat Zukunft“– mit diesem ultimativen Anspruch nahm die Gemeinde Rantrum am gleichnamigen Landeswettbewerb teil. Dabei konkurrierte die 1900 Einwohner zählende Gemeinde mit weiteren zehn zum Teil hochkarätigen Mitbewerbern und präsentierte sich der Jury selbstbewusst und mit allem, was sie aufzubieten hatte. Und die Anstrengung hat sich gelohnt: Jetzt konnte Bürgermeister Horst Feddersen in einer feierlichen Veranstaltung die begehrte Urkunde sowie eine Plakette in Empfang nehmen. „Es ist ein stolzer Tag für unsere Gemeinde und das Ergebnis jahrelanger Investitionen in die Infrastruktur – aber auch in ein breites Angebot für die gesamte Bevölkerung“, so der Kommunalpolitiker bei der Preisübergabe.

„Wir als Gemeinde haben eine ganze Menge zu bieten“, betonte der Preisträger weiter. Dabei wartete er mit beeindruckenden Zahlen auf. Mehr als 40 Vereine und Verbände sorgten für ein abwechslungsreiches Angebot für jede Generation. Hinzu kämen mehr als 50 Handwerksbetriebe und Dienstleister mit mehr als 250 Arbeitsplätzen. Und er verwies auf die Grundschule sowie den gemeindeeigenen Kindergarten. 80 Kinder besuchten derzeit die Grundschule. Die meisten Schüler kämen aus dem Ort. Rantrum sei ein top ausgestatteter Ort mit einer ausgezeichneten Infrastruktur. „Wir waren bereit, die Zukunft zu gestalten und haben dafür Geld in die Hand genommen.“ So erinnerte Feddersen weiter an das Gewerbe- und Neubaugebiet. „Damit haben wir viele junge Familien mit Kinder überzeugen und gewinnen können, sich für Rantrum als ihre neue Heimat zu entscheiden.“ Doch die Auszeichnung könne nicht nur der Gemeinderat für sich verbuchen: „Eigeninitiative und Betroffenheit sowie dem persönlichen Einsatz vieler Vereine und Verbände sowie der Einwohner ist dies zu verdanken“, so Feddersen. Rantrum habe seine Hausaufgaben gemacht und perspektivisch für die Zukunft gesorgt.

Hohe Ansprüche wurden in diesem Jahr an die Teilnehmer des Landes-Wettbewerbes gestellt, erläutere Birgit Feddersen vom Landfrauen-Verband Schleswig-Holstein als Mitglied der neunköpfigen Jury. Das Hauptaugenmerk lag auf den Themenfeldern Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, lokale vernetzte Bildungsprojekte sowie gelebte Willkommenskultur und ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortsbildes. Letztlich seien sieben Gemeinde in die engere Auswahl gekommen. „Es war eine spannende Rundreise durch ganz Schleswig-Holstein mit vielen guten und wertvollen Überraschungen“, berichtete sie. Beeindruckend seien das Engagement und die emotional geführten Präsentationen der Dörfer gewesen. „Wir haben die unterschiedlichsten Hintergründe der einzelnen Gemeinden kennegelernt und waren überall hellauf begeistert.“ Umso schwieriger sei die Entscheidung gewesen, sich für einen Sieger auszusprechen. „Letztlich sind wir aber an Rantrum nicht vorbei gekommen“, so das Jurymitglied.

Großes Lob kam auch von Jürgen Blucha. Der Referatsleiter für Ländliche Entwicklung im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) lobte die präsentierten Zukunftsperspektiven und das vorwärtsgewandte Engagement der Gemeinde. „Sie haben die Bevölkerung mitgenommen auf die Zukunftsreise und dieses Projekt Schritt für Schritt mit Erfolg umgesetzt.“ Doch das „Projekt Zukunft“ ist für die Gemeinde mit dieser besonderen Auszeichnung nicht beendet, stellte Feddersen klar. So sei Rantrum bei den Planungen zu diesem Wettbewerb auf Dinge gestoßen, die noch verbessert werden müssten. Ausruhen sei also nicht angesagt – trotz der großen Freude über den Erfolg.

Die Auszeichnung ist gleichzeitig mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro verbunden. Und auch dafür hat das Dorf bereits Verwendung gefunden. „Damit möchten wir gerne einen Glockenturm für unsere Baumkirche im Erlebnisraum realisieren“, berichtete der Bürgermeister.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen