Wetter : Die zwei Seiten des Schnees

Fegt sauber: Margit Kiehn.
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Fegt sauber: Margit Kiehn.

Husumer zwischen Freud und Leid hin und her gerissen: Eindrücke bei einem Stadt-Spaziergang.

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04. März 2018, 13:00 Uhr

Die unerwartete weiße Pracht ist des einen Leid, des anderen Freud. Während Kinder sich die Schneebälle um die Ohren werfen und mancherorts sogar die Schule ausgefallen ist, hadern andere mit der Situation. Während die Straßen größtenteils vom Schnee freigeräumt sind, hapert es insbesondere beim Kehren der Geh- und Radwege.

Sachiko Frevel, die mit ihrer Tochter Sara-Lorryina in der Theodor-Strom-Straße unterwegs war und noch einen Kinderwagen vor sich herschieben musste, konnte sich trotz Schwierigkeiten über den Schnee freuen. „Wir haben schon seit Jahren keinen gehabt, darüber freuen sich doch die Kinder.“ Doch dann zeigt se auf den Schneematsch entlang des Gehweges. „Egal ob hier die Stadt oder die Anwohner verantwortlich sind, aber drei Tage nach dem großen Schnee sollte hier schon geräumt sein.“ Kritisch wird es für sie mit dem Kinderwagen an der Ecke Theodor-Strom-/Brinkmannstraße. „Gerade wenn Schnee liegt, ist diese Stelle sehr gefährlich, da sollte etwas getan werden.“

Margit Kiehn in der Woldsenstraße sieht die derzeitige Situation eher gelassen und kann über manche Kritik nur lachen. „Ich freue mich über den Schnee.“ Viele Kinder wüssten gar nicht mehr, was Schnee ist. „Wir hatten in den vergangenen Monaten doch fast nur Schietwetter und Regen ohne Ende.“ Und was die Straßenverhältnisse betrifft, so ist sie der Meinung, dass die derzeitige Situation für die Autofahrer zumutbar sei. Doch dann winkt sie ab und sagt lachend: „Ich lasse mein Auto in der Garage stehen, da fahre ich nicht.“ Dann möchte sie doch noch Kritik loswerden. „Bei solch einem Wetter sollten die Anwohner dafür sorgen, dass ihre Gehwege frei von Schnee sind.“

Thomas Leißner, Leiter des Kommunalen Servicebetriebes Husum (KSH), erinnert die Eigentümer an ihre Räumpflicht und fügt hinzu: „Wir haben jetzt den Geh- und Radweg zum Dockkoog geräumt, sodass das Ausflugsziel erreicht werden kann.“

Karin Frey ist viel mit dem Fahrrad unterwegs. An vielen Strecken muss sie ihr Gefährt schieben, da es sonst zu gefährlich wird. Auch wenn manche Gehwege noch nicht gesäubert sind, so zeigt sie dennoch Verständnis. „Ich sehe die Räumfahrzeuge jeden Tag, die tun was sie können.“ Klar sei, dass sie nicht überall sein könnten. „Wir müssen mit der weißen Pracht zurecht kommen und uns darauf einstellen.“

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